Weißer Sand, Palmen und türkisblaues Wasser: Die Karibik ist für viele das absolute Traumurlaubsziel Nummer eins. Jedes Jahr locken die vielen größeren und kleineren Inseln, die sich insgesamt über ein Gebiet von etwa 220.000km² erstrecken, mit ihren unzähligen Stränden Touristen aus aller Welt an. Allein im Jahr 2016 waren es 29,3 Millionen – Tendenz steigend. Besonders bei Kreuzfahrttouristen ist die Karibik beliebt, da man auf diese Weise möglichst viel sehen kann, ohne jedes Mal seinen Koffer wieder ein- und auspacken zu müssen. Die Zahlen zeigen jedoch, dass nicht jeder Strand die einsame Lagune sein kann, die man sich erhofft und tatsächlich herrschen vielerorts auch starke Verschmutzung durch Plastikmüll oder achtlos liegen gelassenen Unrat. Damit euer Trip in die Karibik kein Reinfall wird, zeigen wir euch in dieser Top 7, welche Spots dem Paradies wirklich nahe kommen.

1 Cane Garden Bay, Tortola

Tortola ist die größte der britischen Jungferninseln und mit ihren satt grün bewachsenen Bergen bildet sie eine echte Perle der Karibik. Obwohl die Auswirkungen des 2017 wütenden Hurrikans Irma vor Ort noch deutlich zu spüren sind, ist die Insel in jedem Fall einen Abstecher wert und deshalb vor allem bei Kreuzfahrtgesellschaften als Hafen sehr beliebt. Wer also mit dem Schiff auf der Insel landet und sich innerhalb kurzer Zeit einen möglichst umfassenden Eindruck machen möchte, für den ist eine Rundtour ideal. Die kleinen, offenen Touristenbusse stehen am Hafen der Hauptstadt Road Town bereit und ermöglichen eine dreistündige Erkundungsfahrt für 25 Dollar pro Person. Über die steilen, gewundenen Bergstraßen führt der Ausflug bis zum Cane Garden Bay Beach, bei dem sich das 28 Grad warme Meer mit beeindruckender Hintergrundkulisse genießen lässt. Das Besondere: An den Strand verirrt sich des Öfteren auch mal das ein oder andere Huhn.

2 L'Anse à l'Ane, Martinique

Karibik-Feeling muss nicht immer teuer sei: Der kleine Strand Anse à l’Ane liegt von Fort-de-France, der Hauptstadt von Martinique, nur etwa 20 Minuten mit der Fähre entfernt. Die Überfahrt kostet fünf Euro, ein Kombiticket für Hin- und Rückfahrt günstige sieben Euro. Vor Ort lässt es sich wunderbar im 28 Grad warmen Wasser relaxen, der Strand ist nicht zu groß oder überlaufen und die sanft wogenden Palmen reichen fast bis hinein ins blaue Meer. Und auch die Instagram-Community kommt voll und ganz auf ihre Kosten, denn die traumhafte Kulisse bietet viele postkartenwürdige Motive. Besonders gut macht sich darauf auch eine frische Kokosnuss, die es direkt am Bootsanleger für nur zwei Euro zu kaufen gibt.

3 Maho Beach, Sint Maarten

Jeder kennt ihn, den berühmt berüchtigten Maho Beach auf der niederländischen Seite der Insel St. Maarten, an dem riesige Flugzeuge buchstäblich zum Greifen nah sind. Dank Galileo und Co. ist der Strand längst kein Geheimtipp mehr, sodass sich die Schaulustigen vor allem zu den Start- und Landezeiten großer Maschinen wie beispielsweise der fast 60 Meter langen KLM nur so tummeln. Trotzdem oder gerade deshalb ist dies ein Erlebnis, das auf keiner Bucket List fehlen sollte. Wem der Trubel am Strand zu viel ist, der kann das Spektakel auch ganz bequem von der Sunset Bar aus beobachten, die ein echter Party-Hotspot ist und nach dem Hurrikan in Windeseile wieder aufgebaut wurde. Egal ob Heineken, Corona, Guinness oder einheimisches Presidente – hier kostet jedes Bier vier Dollar, Burger und Pommes gibt es ab vierzehn Dollar.

 

4 Flamingo Beach, Aruba

Ein Traum in pink – im wahrsten Sinne des Wortes! Am sogenannten Flamingo Beach kann man den gefiederten Freunden richtig nah kommen und traumhaft exotische Bilder schießen, die den Neidfaktor von Familie und Freunden garantiert explodieren lässt. Einziger Nachteil: Der Strand liegt auf einer kleinen Privatinsel und ist Teil des Renaissance Aruba Resort & Casino, weshalb er sich nicht auf eigene Faust erkunden lässt. Wer sich den Flamingo Beach dennoch nicht entgehen lassen will, checkt also entweder für ein, zwei Nächte in das 4-Sterne-Resort ein oder leistet sich für ungefähr 110 Euro einen Tagespass, in dem Fähre und Strandnutzung enthalten sind. Alles, was es dann noch braucht, ist eine kleine Portion Glück, dass die pinken Piepmätze sich auch tatsächlich blicken lassen.

5 Cayo Levantado, Dominikanische Republik

Weißer Sandstrand, grüne Palmen und Wasser, das so klar und türkis ist, dass man fast keine Taucherbrille braucht, um die vorbei schwimmenden bunten Fische zu beobachten – das ist die Cayo Levantado, eine kleine Privatinsel unweit der Stadt Samaná in der Dominikanischen Republik. Nur wenige Fleckchen sind dem Inbegriff des Paradieses so nah, kaum verwunderlich also, dass er es als Schauplatz eines Bacardi-Spots auf unser aller Mattscheiben schaffte. Da der Strand Teil der Anlage des Luxury Bahia Principe ist, ist auch hier eine selbstständige Erkundungstour nicht möglich. Einen Tagesausflug ab Samaná gibt es jedoch schon ab etwa 25 Dollar pro Person. Achtung: Auf keinen Fall die Schnorchelausrüstung vergessen! Selbige lässt sich aber ansonsten auch für wenige Dollar direkt vor Ort mieten.

6 Stingray City, Antigua

Kaum ein Meeresbewohner bewegt sich so anmutig und grazil fort wie der Rochen. Mit seinen bis zu 84 Zentimeter spannenden Flossen gleitet er scheinbar mühelos durchs Wasser und wirkt dabei beinahe, als würde er fliegen. Auf der Karibikinsel Antigua, die zur Gruppe der Kleinen Antillen gehört, kann man eine ganz besondere Begegnung mit diesen majestätischen Tieren erleben, die man garantiert nie wieder vergisst! Etwa 30 Autominuten von der Hauptstadt Saint John’s liegt die sogenannte Stingray City, von wo aus kleine Ausflugsboote die Touristen zu einer Sandbank im Meer bringen. Dort lässt es sich im glasklaren Wasser ganz entspannt mit den angefütterten Stachelrochen planschen – auch für Kinder ein unvergessliches Erlebnis! Der Ausflug zu den freilebenden Tieren ist für etwa 45 Euro pro Person zu haben. Da diese sehr beliebt sind, lohnt es sich, bereits im Voraus zu buchen.

 

7 Philipsburg, Sint Maarten

Der Hauptort des niederländischen Inselteils ist für Touristen nicht nur wegen der zollfreien Shoppingmöglichkeiten einen Ausflug wert. (Zum Vergleich: Einen originalen Bluetooth-Lautsprecher von JBL, der im deutschen Handel bei knapp 95 Euro liegt, gibt es hier für umgerechnet schon etwa 65 Euro zu kaufen.) Die kleinen Gassen mit ihren bunten Häuschen im Kolonialstil, ebenso wie die lange Strandpromenade laden in jedem Fall zu einem Spaziergang ein und bieten viele schöne Fotomotive. Mehr Action gefällig? Dann ist eine Runde mit dem Jetski durch die tiefblaue Lagune in jedem Fall eine gute Idee! Die Leihgebühr beträgt für 30 Minuten insgesamt 50 Dollar und auf dem Gefährt haben bis zu zwei Adrenalinjunkies Platz. Nach einer kleinen Einführung kann es schon losgehen, die Bedienung ist kinderleicht. Und mit ein bisschen Glück begegnet man auf der Fahrt sogar der ein oder anderen Wasserschildkröte.

 

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