Wohl kaum ein anderer Kontinent ist so kulturgeladen und vielfältig wie Europa, denn hier liegt so vieles so nah beisammen. Innerhalb weniger Stunden kann man überall sein – egal ob England, Österreich oder Spanien. Vor allem für einen Kurztrip ist das natürlich super. In unserer Top 7 zeigen wir euch deshalb, welche Städte auf eurer Bucketlist auf keinen Fall fehlen dürfen.

1 Prag

Als Hauptstadt der Tschechischen Republik blickt die goldene Stadt der hundert Türme, wie Prag auch gerne genannt wird, auf eine bewegte Vergangenheit zurück. Einst historische Metropole Böhmens, wissenschaftliches Zentrum mit der ersten Universität Mitteleuropas: Über die Jahrhunderte hinweg war die Stadt an der Moldau eine wichtige Begegnungsstätte für die verschiedensten Kulturen – und das ist auch heute noch deutlich zu spüren. Das Tolle: Ein zentral gelegenes Doppelzimmer im Hostel gibt es hier schon ab ca. 35 Euro pro Nacht. So lassen sich die Sehenswürdigkeiten der Stadt auch schon mit kleinem Geldbeutel ausgiebig erkunden. Karlsbrücke, Veitsdom, die Uhr des Altstädter Rathauses und der jüdische Friedhof dürfen auf keiner To-Do-Liste fehlen. Wer es gerne etwas moderner mag, schaut am besten auch beim sogenannten Tanzenden Haus und im Apple Museum vorbei. Für eine Stärkung der besonders süßen Art sorgt ein Trdelník. Das traditionelle Gebäck, das eigentlich aus der Slowakei stammt, hat die Form eines Hörnchens und lässt sich daher wunderbar mit Nutella, Eis, Erdbeeren oder Sahne füllen – guten Appetit!

2 London

God save the Queen – doch London ist natürlich noch viel mehr als Elizabeth II, William und Kate. Gerade einmal eine Flugstunde entfernt liegt die bevölkerungsreichste Stadt Europas. Von Westminster Abbey und Shakrespeare’s Globe Theatre über die National Gallery mit Kunstwerken wie van Goghs „Vincents Stuhl mit Pfeife“ und den berühmten Tower bis hin zum London Eye: Die Metropole im Süden Englands hat so viele Sehenswürdigkeiten und Attraktionen zu bieten, dass ein Wochenende allein kaum ausreicht. Vor allem Harry Potter-Fans kommen voll auf ihre Kosten: Einen Tag im Warner Bros. Studio gibt es für 43 Pfund, einen Besuch von Gleis 9¾ ganz umsonst. Per Hop on/Hop off-Bus lässt sich die City ganz bequem erkunden. Bei schönem Wetter lohnt sich jedoch auch ein Spaziergang durch einen der unzähligen Parks zum Big Ben und zum Buckingham Palace. Der einzige Haken: Sowohl Hostels als auch das britische Essen sind in London nicht gerade günstig. Deshalb unser Tipp: Frühstück bei Pret a Manger, mittags BLT-Sandwiches von Marks&Spencer oder Sushi von Itsu. So bleibt mehr Zeit und Erspartes für Erkundungen.

3 Amsterdam

260 Kilometer – gerade einmal so weit ist die niederländische Hauptstadt von Köln entfernt. Da lohnt sich schon ein Tagesausflug! Geparkt wird am besten etwas außerhalb, mit dem Zug geht es dann mitten in die Stadt. Schon vom Hauptbahnhof aus lässt sich erkennen, wofür Amsterdam berühmt ist, nämlich für Fahrräder und für die einzigartigen Grachten. Eine Fahrt durch die Kanäle, die sich wie Adern durch die einzelnen Teile der Stadt ziehen, gibt es ab ca. 15 Euro. Ansonsten bewegt es sich am besten zu Fuß. Amsterdam ist eine Stadt der Gegensätze. Auf den ersten Blick wirkt sie bunt und belebt, gleichzeitig heimelig und verschlafen. Doch schon eine Straßenecke entfernt fühlt man sich wie nach Peking versetzt. Nicht nur der Fo Guang Shan Tempel sondern auch die unzähligen traditionellen Restaurants machen Amsterdams Chinatown zu einem echten Highlight. Und Achtung: Schon eine Straße weiter wartet die nächste Sehenswürdigkeit, das Rotlichtviertel. Mit knappen Bikinis bekleidet winken die hübschen Damen hier den Passanten aus ihren Fenstern zu. Wer es gerne etwas ruhiger mag, der schlendert über den prächtigen Bloemenmarkt oder besucht das Anne Frank Haus. Wegen des großen Andrangs ist eine rechtzeitige Ticketbuchung jedoch ratsam.

4 Barcelona

Die perfekte Mischung zwischen Stand und Strand, das ist die Hauptstadt Kataloniens. Dank des milden Klimas lohnt sich ein Trip nach Barcelona fast das ganze Jahr über und auch einen Flug gibt es von München aus schon ab ca. 25 Euro, wenn man etwas flexibel ist. Vor Ort gibt es eine ganze Menge zu entdecken: Ob Schaufensterbummel auf der Rambla, Sightseeing mit der Sagrada Família und dem Mercat de la Boqueria oder raus ins Grüne zum Montjuïc mit seinem Font Màgica oder dem von Gaudí entworfenen Park Güell. Auch hier lohnt sich die Fahrt mit einem Hop on/Hop off-Bus, wenn man aus seinem Kurztrip möglichst viel herausholen möchte. Was auf der Liste aber aug keinen Fall fehlen darf: eine traditionell spanische Platte Tapas! Unweit von der Rambla befindet sich beispielsweise die Bodega Biarritz. Das Personal ist freundlich, die Auswahl riesig, deshalb unser Tipp: Torrtilla, Gambas al ajillo, Olivas und Datteln im Speckmantel, dazu Weißbrot, Aioli und ein schönes Glas Wein – Buen Apetito!

5 Edinburgh

Was haben die Kelten, J.K. Rowling, und ein kleiner Hund namens Greyfriars‘ Bobby gemeinsam? Sie alle haben in Edinburgh, der Hauptstadt Schottlands, lange Zeit gelebt und gewirkt. Nachdem der Stamm der Pikten sich vermutlich im ersten Jahrhundert vor Christus auf dem Castle Rock niedergelassen hatte, folgten viele bewegte Jahrhunderte für die Stadt, deren Geschichte heute an jeder Straßenecke zu spüren ist. Wer in die dunkle Vergangenheit Edinburghs eintauchen mag, der bucht eine Tour zu den sogenannten Vaults oder besucht die Mary King’s Close. Für einen Ticketpreis von knapp 16 Pfund geht es hinab in eine verborgene Unterwelt, die nicht nur bis ins 17. Jahrhundert hinein bewohnt war – sondern damals auch noch an der Oberfläche lag. Wer es etwas weniger gruselig mag, der stattet dem berühmten Elephant Café und dem Greyfriars Kirkyard einen Besuch ab. Besonders Harry Potter-Fans werden sich hier wohl fühlen, denn das kleine Café ist nicht nur der Ort, an dem die Bestseller-Autorin J.K. Rowling ihren ersten Roman rund um den Zauberschüler aufs Papier brachte. Auf dem nahegelegenen Friedhof sind außerdem einige Namen wiederzufinden, von denen sie sich inspirieren lassen hat. Wer genau hinschaut, sollte die Grabsteine der echten McGonagall, Tom Riddle und Lily und James Potter auf jeden Fall erspähen können.

6 Lissabon

Ein Hauch von San Francisco, ein kleines bisschen Rio – das ist Lissabon. In der Hauptstadt Portugals herrschen das ganze Jahr über angenehm milde Temperaturen. Doch nicht nur deshalb könnte man bei einem Besuch meinen, plötzlich in Amerika gelandet zu sein. Eine Fahrt mit der Straßenbahn Linie 28 ist da ein absolutes Muss. Mit den auffälligen gelben Cable Cars geht es durch die engen Gassen hinauf zum beliebten Aussichtspunk Miradouro de Santa Luzia. Vom Ausgangspunkt, der Praça Martim Moniz, lässt sich der Kern der Stadt wunderbar erkunden. Über die Rua Áurea führt der Weg vorbei an dem berühmten Elevador de Santa Justa, der den Stadtteil Baixa mit dem höher gelegenen Viertel Chiado verbindet. Ein kleines Stück weiter mündet die Straße schließlich auf den großen Praça do Comércio. Hier tummeln sich die Straßenmusiker an der kleinen Strandpromenade, von wo aus sich auch die Ponte 25 de April und der Cristo Rei über die Bucht erstrecken und nur auf das perfekte Sonnenuntergangsfoto warten.

7 Salzburg

Die schönsten Orte liegen manchmal so nah: Nur ca. anderthalb Autostunden von München entfernt liegt Salzburg. Die Stadt an der Salzach, die hinter Wien, Graz und Linz die viertgrößte Österreichs ist, zeichnet sich vor allem durch ihre vielen Hügel aus. Auf dem wohl auffälligsten thront die Hohensalzburg, doch auch an vielen anderen Orten der Stadt lassen sich kleine Schlösser und Prachtbauten wie zum Beispiel das Schloss Mirabell mit seinem beeindruckenden Rosengarten oder das am gleichnamigen Weiher gelegenen Schloss Leopoldskron. Bei einem Besuch in Salzburg darf aber auch Wolfgang Amadeus Mozart natürlich nicht fehlen. In der zentralen Getreidegasse steht das Geburtshaus des Musikgenies. Ein Kombiticket, in dem der Eintritt in sein Geburts- und späteres Wohnhaus enthalten sind, kostet 18 Euro. Günstiger zu haben sind die weltberühmten Mozartkugeln, die im Jahr 1890 von dem Salzburger Konditor Paul Fürst erfunden wurde und auch heute noch im Traditionsgeschäft vor Ort gekauft werden können.

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