Die Gärten der Welt im Berliner Stadtteil Marzahn sind schon seit über 30 Jahren eine Anlaufstelle für jede Menge Berliner und solche, die der Hauptstadt einen Besuch abstatten. Eröffnet wurde die Anlage noch zu Zeiten der DDR als Berliner Gartenschau im Rahmen der 750-Jahr-Feier Berlins.

Trotz ihres mittleren Alters sind die schönen Gärten ansehnlich wie eh und je und immer einen Besuch wert. Während der Wintermonate sind manche Attraktionen, wie zum Beispiel der japanische und der koreanische, sowie der orientalische Garten mit samt Empfangshalle leider gesperrt und nicht zu besichtigen, was die zu bestaunenden Attraktionen aber nicht schmälert. Ein Besuch der Gärten lohnt immer! Los geht’s also zu den sieben Highlights eures Besuchs der Gärten der Welt in der kalten Jahreszeit!

1 Der See im chinesischen Garten

Der chinesische Garten in den Gärten der Welt ist die Größte aller Gartenanlagen, die im Winter zu besichtigen ist, und nimmt einen mit auf eine kleine Reise nach Fernost. Im Jahr 2000 im Rahmen der Städte-Partnerschaft von Berlin und Peking eröffnet, ist er der größte Garten seiner Art in Europa und wurde nur mit Originalteilen aus China von chinesischen Facharbeitern in liebevoller Kleinstarbeit konstruiert.

Hier gibt es einen großen See im Mittelpunkt, den sogenannten Himmelsspiegel. Er ist voll mit Seerosen und Trauerweiden, die besonders im Herbst wunderschön in verschiedenen Farben erstrahlen. Am Ufer des Sees gibt es verschiedene kleine Pagoden und Schreine, sowie ein Teehaus in der Mitte des Sees zu entdecken. Dieses hat eine große Terrasse und thront auch im geschlossenen Winterschlaf anmutig und erhaben im Wasser.

Wunderschön!

 

2 Die Brücke über den See

Wenn wir uns schon einmal im chinesischen Garten befinden, können wir uns gleich der originalen chinesischen Zickzack-Brücke, die sich quer durch das Wasser schlängelt, widmen. Sie verbindet unter anderem das Teehaus und dessen Terrasse mit dem Ufer. Wie eine Schlange windet sie sich durch die spiegelglatte Oberfläche des Sees und lässt uns so, ganz nach Konfuzius‘ Vorstellungen, die eigene Langsamkeit entdecken und hilft den Trubel des Alltags ein wenig zu vergessen.

Danke Konfuzius!

3 Die Tropenhalle

Eigentlich müsste diese Nummer drei der absolute Gewinner unserer Liste sein, denn was gibt es besseres im Winter als ins Dampfbad zu gehen? Meiner Meinung nach nichts. Die Tropenhalle ist ein riesiges Dampfbad: Man wärmt sich auf, alles beschlägt. Fotos zu schießen wird beinahe zu einer Unmöglichkeit, was diesen Ort nur noch besser macht. Am besten ihr legt die Linsen mal zur Seite und genießt die feuchte Luft, denkt an Bali, an tropischen Regenwald und mit etwas Glück findet ihr sogar die angelegten Reisterrassen.

4 Der christliche Garten

Dieser wunderschöne Garten ist eine wahre Perle. Dem christlichen Kreuzgang nachempfunden kannst du hier über knirschende Kieswege durch biblische Schriften wandern, in denen sich golden die Sonne spiegelt. Die Idee der Architekten war außerdem, den Eindruck einer Lichtung nachzuempfinden – und das gelingt phänomenal. Es lohnt sich, den Blick nach oben zu wenden: Die Buchstaben in Kombination mit dem blauen Herbsthimmel sind ein bezaubernd schöner Anblick.

5 Märchenwald der Neuzeit

Abseits der gestriegelten Gärten, könnt ihr in einem kleinen Wäldchen ein wahres Schmuckstück entdecken: Anna Rispoli’s Skulptur- und Klanginstallation mit dem sagenhaften Namen „Nicht alle Geschichten sind erzählt…“.

In diesem begehbaren Kunstwerk verstecken sich beinahe alle unsere märchenhaften Lieblingshelden. Es gibt da Dornröschen, Schneewittchen und auch die kleine Meerjungfrau. Wenn ihr nun den einzigartigen Figuren näher kommt, könnt ihr Bewohnern und Bewohnerinnen des Bezirks Marzahn-Hellersdorf lauschen. Diese wurden von der Künstlerin Rispoli befragt, was Begriffe wie Glück oder Liebe für sie bedeuten.

Einmalig magisch!

6 Der Wasserspielplatz

Den Wasserratten unter uns ist er natürlich längst von heißeren Tagen her bekannt: Der legendäre Wasserspielplatz. Ein Ort für Groß und Klein, an dem man auch im Winter tierisch viel Spaß haben kann. Es gibt zum Beispiel drei Haie, die aus dem Sand ragen, Pferde oder den großen Wal (alle Tiere wurden aus uckermärkischem Holz gefertigt), von dem man sich verschlucken lassen kann. Anschließend muss man durch sein Inneres klettern, um mit etwas Glück wieder das Tageslicht zu erblicken.

7 Der Renaissancegarten

Gleich am Haupteingang der Gartenanlage befindet sich der „Giardino della Bobolina“. Dieser ist ein Prachtexemplar eines italienischen Gartens zu Zeiten der Renaissance. Definiert durch klare Linien, von kleiner Größe und sehr schlicht. Inmitten des Gartens befindet sich ein Springbrunnen, von dem sternförmig Wege zu verschiedenen Toren der Anlange ausgehen. Im hinteren Bereich an der Wand kann man die Namensgeberin des Gartens sehen: Bobolina, deren Zwillingsschwester in den Boboli-Gärten in Florenz zu finden ist, wo sie bereits seit dem 16. Jahrhundert beheimatet ist.

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