Schliersee, Januar 2018: Am Tatort Markus Wasmeier Freilichtmuseum am Schliersee wird der ortsbekannte Schönheitschirurg Dr. Blasius Krumhaxn auf grausame Art und Weise ermordet. Die örtliche Polizei nimmt sofort die Ermittlungen auf. Und wir? Wir genießen ein 3-Gänge Menü in uriger Hüttenatmosphäre, während Hauptkommissar Ganglhofer uns zum Statist im Live-Tatort werden lässt.

Ein Krimi-Dinner kennt vielleicht der ein oder andere von euch von dem Perfekten Dinner bei Freunden. Für alle, denen dieser Begriff fremd ist: Im Allgemeinen bekannt ist das Krimi-Dinner als Gesellschaftsspiel, das beim 3-Gang-Menü im Eigenheim gespielt wird. Jedem Gast wird dabei eine Rolle zugeteilt, die er so gut wie möglich verkörpert – gerne auch mit passendem Outfit. Während des Menüs werden den Gästen vom Spielleiter immer wieder Hinweise zugesteckt. So nehmen die Ermittlungen ihren Lauf, sodass am Ende hoffentlich das Rätsel gelöst und der Täter gefasst wird. Ein ähnliches Dinner findet mehrmals pro Monat in den schönsten Hütten im Münchner Umland statt – nur mit viel mehr Leuten, viel mehr Lachen und viel mehr Bayern.

Das Original Hüttenkrimi wurde vor knapp 10 Jahren von Ralf Schönberger ins Leben gerufen. Der Niederbayer ist als Trainer, Moderator und Redner tätig. Als er von einer Kundin angeregt wurde, ein Krimi-Dinner zu organisieren, war für ihn schnell klar: Ein Dinner gibt’s bei uns nur auf boarisch. Andres zu sein als andere ist dabei von Anfang an das Ziel. So soll keinesfalls ein perfekt strukturierter Tatort inszeniert, sondern ein lustiger Abend geboten werden. „Mia wollen nix anders als, dass Sie vier Stunden lachen und des in echt bayerischem Ambiente“, so Ralf Schönberger. Und so schlüpfen er selbst, sowie drei weitere Bayern, mindestens zwei Mal pro Monat in die Rolle des Hauptermittlers um die Gäste beim Ermitteln des Täters zu unterstützen. Im Januar 2018 sind wir zwei von ihnen.

Der Auftrag beginn am Parkplatz des Markus Wasmeier Freichlichtmuseums am Schliersee, wo wir mit Dienstausweis, Ermittlungsdokumenten und der Wegzehrung – einem feinen Haselnusslikör – ausgestattet werden. Nach einer kurzen Einweisung der zuständigen Polizistin begeben wir uns bewaffnet mit Fackeln auf eine Wanderung. Sobald wir in der Dunkelheit gefangen sind, spazieren wir direkt an ihm vorbei, dem Ort an dem unser Opfer ermordet wurde. In Begleitung von über 100 Ermittler-Kollegen sichern wir die Beweismittel, verwischen die Spuren und setzen die Reise fort. Nachdem wir durch Schnee und Eis gerutscht sind, erreichen wir schließlich das Revier: die Hütte des besagten Museums. In der großräumigen doch urigen Hütte finden wir unseren Platz und stillen den ersten Hunger mit Flammkuchen-Häppchen zum Aperitif.

Sobald wir mit dem eigens gebrauten Museumsbier versorgt sind, meldet sich Hauptkommissar Ganglhofer zum Dienst. In bayerischen Gesängen schildert er uns die Geschehnisse und weist uns beim Ermitteln an. Zusammen mit mehr oder weniger freiwilligen Assistenten sichert er die Beweismittel. Bald schon betritt der erste Zeuge den Raum. Unser Hauptkommissar nimmt diesen ordentlich in die Mangel und entlockt ihm sowohl ein Motiv als auch ein fehlendes Alibi. Diese Infos wollen erstmal verdaut werden – der erste Gang wird serviert. Wie bei Muttern schlemmen wir Tomatensuppe mit Bergkäseflocken. Allzu lange halten wir uns jedoch nicht auf mit dem Essen. Schließlich gilt es einen Fall zu lösen!

Mia wollen nix anders als, dass Sie vier Stunden lachen und des in echt bayerischem Ambiente

Während das super liebe Personal unsere Gläser füllt, meldet sich Ganglhofer wieder zum Dienst. Mit im Gepäck: die nächsten beiden Verdächtigen. Wieder ruft der Hauptkommissar zwei unserer Ermittler-Kollegen zum Dienst, um die potentiellen Kriminellen zu verhören. Nach getaner Arbeit wird der zweite Gang serviert: Krustenbraten oder – für die „Kerndlesser“ – Rahmschwammerl. Im Anschluss stellen wir uns die Frage aller Fragen: Wer hat dem Schönheits-Doc das „Licht des Lebens“ ausgeblasen, wie Ganglhofer die Tat immer schön umschreibt? Unseren Tipp schreiben wir auf Täterkarten, die anschließend eingesammelt werden. Die besten Antworten verliest der Hauptkommissar höchstpersönlich, bevor er das Rätsel löst und den Mörder entlarvt.

In den vier Stunden Krimi-Dinner haben wir gelacht, gerätselt und geschlemmt. Wir haben Bayerisch gelernt, Bekanntschaften geschlossen und uns vom interaktiven Schauspiel mitreisen lassen. Ob das frisch verliebte Pärchen, die Firma oder die Großfamilie mit Oma und Opa: Am Ende des Abends liegen wir uns in den Armen und blicken auf einen urigen Abend in perfekter, bayerischer Krimi-Mariner zurück. Sein Ziel, uns 4 Stunden zum Lachen zu bringen, hat Ralf Schönberger alias Hauptkommissar Ganglhofer zweifellos erreicht. Wer es bayerisch mag, gern rustikal isst und den Tatort in seinem Terminkalender stehen hat, kann seine Bewerbung als Ermittler beim Hüttenkrimi ab sofort einreichen. Die Termine bis September könnt ihr online einsehen – ebenso wie die Daten für den Wirtshauskrimi; dem „städtischen“ Pendant zum Hüttenkrimi.

Info

Der Original Hüttenkrimi

crossing mind eK

Abt. SOKO* „Hüttenkrimi“

Professor Max Lange Platz 14

D – 83646 Bad Tölz

Tel.      +49 8041 439 25 30

E-Mail: vorzimmer@huettenkrimi.de

https://www.huettenkrimi.de/

 

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