Frankfurt hat von Deutschlands Großstädten nicht unbedingt den besten Ruf. Für viele ist die größte Stadt Hessens ein Durchreiseziel oder Übergangs-Wohnort. Doch das soll sich jetzt ändern. Die Stadt mit über 700.000 Einwohnern zählt schon seit dem Mittelalter zu einer der wichtigsten städtischen Zentren Deutschlands und hat sich zu einem der wichtigsten Finanzzentren – nicht nur Deutschlands sondern sogar der Welt – gemausert. Im Bankenviertel sollen auch die größten Änderungen stattfinden. Wie Frankfurt in Zukunft aussehen soll, erfährst du hier.

Frankfurt soll nicht mehr nur Durchgangsstation, sondern Ziel der Reise werden. Und dabei macht die Stadt schon Fortschritte: Die Besucherzahlen steigen seit Jahren stetig. Dabei kommt der Besuch meist aus dem Inland. Der Grund: Frankfurt ist unaufgeregter und entspannter als andere Städte. Und auch das Wirtschaftsmagazin „Economist“ hat Frankfurt Qualität erkannt und die Großstadt zur lebenswertesten Stadt in Deutschland gekürt.

Aus alt mach neu

 

Frankfurt könnte die Stadt der Gegensätze sein: Neben mittelalterlichen Gassen und Gründerzeitvillen, steht ein himmelstürmendes Panorama. Und genauso gegensättlih könnte man auch das jüngste Wahrzeichen Frankfurts bezeichnen, und zwar die „Neue Altstadt“. Ein dreivierteljahrhundert nach Kriegsende wurden 35 Häuser im Stadtzentrum errichtet, die an die alten Gebäude erinnern sollen. Das sogenannte „Dom-Römer-Quartier“ eröffnet nach sechs Jahren Bauzeit im September seine Pforten. Durch die schöpferischen Nachbauten soll die Stadt ein neues Herz finden.

Die neue Altstadt ist dabei nur Teil eines größeren Transformationsprozesses: Dutzende Wohntürme schießen in die Höhe, neue Siedlungen sollen Wohnraum schaffen. Dabei wurden ganze Viertel neu erschlossen. Vor allem in das Bankenviertel soll das Leben zurückkehren. Dort wird nach Entwürfen des Architekten Ben van Berkel unter anderem das Hochhaus „Ensemble Four“ gebaut. Hier werden neben höchstgelegenen Büros des Landes, auch Wohnungen und ein öffentlicher Dachgarten enstehen. Das Areal war 45 Jahre im Besitz der Deutschen Bank, jetzt öffnet es neue Wege durch die Innenstadt.

Die Party-Spots sind auch im Wandel

 

Im Frankfurter Bahnhofsviertel tobt das Leben: Die Partys finden auf Dächern, in Tiefgaragen und Hinterhöfen statt. In den letzten Jahren entstanden unter andererm das Restaurant „Club Michel“ oder die Bars „Plank“ und „Amp“. Das Besondere: Sie kommen allesamt ohne Beschilderung aus und sind in der Frankfurter Szene bekannt. Außerdem kündigt sich in der Szene eine prominente Neueröffnung an: Der Berliner Gastronom Boris Radczun wird in der Neckarstraße eine Dependance seines „Le Petit Royal“ eröffnen.

#City#Frankfurt#Stadt#Wandel