Das Wort „Paradies“ sollte man nicht zu oft verwenden, der inflationäre Gebrauch nutzt den Inhalt ab. Im Falle des Gaya Island Resorts allerdings scheint mir der Begriff passend, wenn auch geradezu klischeehaft so. Die winzige Insel „Pulau Gaya“ vor der Westküste von Sabah bietet völlige Abgeschiedenheit am sprichwörtlichen Ende der Welt, beinahe unberührte Natur, deren Flora und Fauna sich nur zu Fuß erkunden lässt, liegt in einem geschützten Marine Park und wartet in Form des Island Resorts mit einer Anlage auf, die Eco-Tourism, Privatheit und perfekten Service verbindet. Wer so schön geflittert hat, möchte gleich noch mal heiraten – oh ja, ich will!

Als größte einer 5-teiligen Inselgruppe liegt die dennoch sehr kleine Insel Pulau Gaya etwa eine zehnminütige Bootsfahrt von Kota Kinabalu an der Nordwestküste Sabahs, im deutschen bekannter als der malaysische Teil Borneos, entfernt. Inmitten des Tunku Abdul Rahman Marine Parks gelegen ist Gaya nur zu Fuß zu erkunden, Autos und andere motorisierte Gefährte gibt es nicht. Die Insel hat an Infrastruktur nicht mehr zu bieten als drei Resorts, die sich allesamt dem Eco-Tourism verschrieben haben und Teil des Natur-, Tier- und Wasserschutzprojekts sind. So bemüht sich das Island Resort mit Initiativen zum Plastiksammeln und -recycling, einer Restaurierung der Korallenriffe, einer Schildkrötenauffangstation und einem intensiven Bildungsprogramm um einen minimierten CO2-Fußabdruck und die Erhaltung der unglaublichen Biodiversität an diesem wunderschönen Fleckchen Erde.

Hineingekuschelt in die Hänge über dem weißen Sandstrand der Malohom Bay liegt das Resort, das aus einzelnen Häusern mit je vier Appartements besteht. Auf verschlungenen Holzstegen, gesäumt von tropischer Vegetation und bevölkert von Riesenechsen und den nur auf Borneo heimischen Nasenaffen, wandert man zwischen Terrasse, Strand, Pool, Spa und den verschiedenen Restaurants umher. Zum Resort gehört auch ein eigener, noch weiter abgelegener Strand, Tavajun Beach, wo lediglich das Marine Centre und eine kleine Strandbar zu finden sind und mehrere Bartschweine zuhause sind, die sich neben einem den Bauch im glasklaren Wasser kühlen. Mehr Ende der Welt geht kaum.

 

Das Resort bietet tagtäglich eine Reihe verschiedener Aktivitäten an, von denen sich viele um die Natur und ihre Erhaltung drehen, andere aber auch ums Kochen oder Relaxen. Von einer Kajaktour durch die einzigartigen Mangrovenwälder, welche die Insel säumen, über Schnorcheltrips zu Schwarzspitzenriffhaien hin zu Picknicks im Abendrot am Strand, Langeweile kann hier nicht aufkommen. Daneben liegt man am besten auf der Liege am Pool, Blick auf den Strand und die Bucht, und lässt sich einen frischgepressten Saft oder Snack von den unglaublich liebenswürdigen Mitarbeiter*innen bringen.

Wo wir gerade beim Essen sind. Das Resort wartet mit drei verschiedenen Restaurants plus Pool- und Strandbar auf, darüber hinaus gibt es zahlreiche Möglichkeiten des Private Dining, die im Voraus gebucht werden können. Das „Feast Village“ benennt, wenig romantisch, das, was es ist: ein Großraumrestaurant mit enormem Buffett, das bevorzugt von den vielen chinesischen Gästen zwischen halb sieben und halb acht Uhr abends aufgesucht wird. Hier wird auch in der Früh das üppige Frühstücksbuffet aufgetragen, das keine Wünsche offenlässt. Direkt darüber befindet sich das „Fisherman’s Cove“, ein sehr viel exklusiveres à la Carte Seafood-Restaurant, das kulinarisch noch einmal in einer anderen Liga spielt. Von der großzügigen Terrasse aus blickt man beim Dinner über die Bucht. Absolutes Highlight? Unsere Private Dining Experience „Sinagang Steamboat“ in einem Separée auf der Terrasse – die Bilder sprechen für sich. 10 verschiedene Private Dining Optionen bietet das Resort, vom Frühstück bei Sonnenaufgang bis zum Strand-BBQ.

Über das Resort gibt es einfach nichts Schlechtes zu sagen. Ja, ich will. Zurück.

 

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