Seitdem wir es vor knapp zwei Jahren entdeckten, steht das #shami unangefochten auf Platz 1 der Liste unserer Lieblingsasiaten in München. Das Problem: Einen Platz zu bekommen ist in etwa so leicht, wie Karten für das Champions League Finale in der Allianz Arena zu ergattern. Umso größer ist unsere Freude, als wir Shamis große Schwester kennenlernen durften: das Shimai. Ob die Location in der Maxvorstadt mit dem Stammhaus an der Münchner Freiheit mithalten kann? Das Geschwisterduell ist eröffnet.


Als wir eines schönen Tages durch die Maxvorstadt schlendern und Ausschau nach neuen Hotspots halten, erweckt ein roter Schriftzug an einem unscheinbaren Häuschen in der Theresienstraße unsre Aufmerksamkeit. Shimai ist dort zu lesen. Er ziert eine Location, die aufgrund charakteristischer Accessoires keinen Zweifel zulässt: hier weht bald ein südostasiatischer Wind. Beim Blick in die Karte kommen Erinnerungen an unseren Lieblingsasiaten in Schwabing auf. Jemand hat den einzigartigen Mango Sticky Rice Cocktail und sowie die genialen Eigenkreationen des #shami kopiert? Zu allem Übel schien dieser jemand sogar so dreist zu sein, seiner Location einen verwechselbaren Namen zu geben.

Kann das ein Zufall sein? Ihr könnt es euch schon denken: Natürlich nicht. Mit dem Shimai fügen Hai und Shami ihrer Münchner Gastroerfolgsgeschichte ein zweites Kapitel hinzu. Während das Shami nach der Frau des Inhabers benannt ist, stammt der Name für die neue Location aus dem Japanischen. Shimai steht übersetzt für Schwestern. Genau als diese ist das Shimai konzipiert, als „große Schwester des Shami“, verrät uns Inhaber Hai. Moment Mal: Gibt es hier nicht ein Problem mit der Reihenfolge? Wird für Gewöhnlich nicht zuerst die große und dann die kleine Schwester geboren? Gewöhnlich mag dies durchaus sein. Doch wer das Shami kennt, weiß: Hier gibt es alles – außer etwas Gewöhnlichem.

 

Warum das Shimai die große Schwesters des Shami darstellt, wird schon beim Betreten des Lokals in der Maxvorstadt klar. Während das Shami mit wilden, bunten Malereien gestaltet ist, dominieren im Shimai gedeckte Farben und traditionelle Accessoires das Interieur. Über ein Jahr arbeiteten Hai und sein Team daran, das ehemals indonesische Restaurant nach seinen Wünschen im Stil der Chinoiserie zu gestalten. Schwere Stoffe, edles Porzellan und kunstvolle Malereien mit typisch asiatischen Mustern sorgen für einen erhabenen Look. Von der vorherigen Location ist heute nichts mehr zu sehen. Die einzige Ausnahme sind Überbleibsel einer edlen Holzdecke, die für Hai als „Geschenk des Sohnes des Vorbesitzers“ eine symbolträchtige Position im Restaurant einnimmt.

 

Mit seinem Äußeren überzeugt uns das Shimai schon mal auf ganzer Linie. Zeit, die inneren Werte unter die Lupe zu nehmen. Beim Blick auf die Karte hat jeder Asiafood-Liebende-Foodie gar keine andere Wahl, als ganz laut HURRA zu rufen. Dumplings, Curries, Pho, Wokgerichte, frischen Fisch, Springroles zum Selberrollen: Das Menü könnte den Titel „Best Of Asia Food“ tragen. Falls ihr jetzt denkt „prima, das kenne ich ja schon alles“ – weitgefehlt! Wie auch schon im Shami schafft es Hai und sein Küchenteam erneut, jede vermeintlich bekannte Speise mit außergewöhnlichen Extras, exotischen Kräutern und unbekannten Aromen in ein kulinarisches Highlight zu verwandeln.

 

Genau als dieses ist das Shimai konzipiert, als „große Schwester des Shami“, verrät uns Inhaber Hai.

Nehmen wir beispielsweise die Pho; diese asiatische Suppe, die wir mittlerweile aus diversen Locations in München kennen. Wenn wir uns eine Pho bestellen, erwarten wir die typische helle Brühe mit Gemüse und Reisnudeln. Im Shimai sieht die Suppe jedoch ganz anders aus. Bei Hai und Shami wird die Pho mit Rinderbrühe zubereitet. Diese Art sei typisch für ihre Heimatstadt, die lange unter französischer Kolonialherrschaft stand, erklären uns die Inhaber. Ein ähnliches Erlebnis wiederfährt uns bei einem Hauptgang, der im Hinblick auf die Zusammensetzung seiner Aromen seinesgleichen sucht: Schwertfisch mit Wokgemüse und eine Art Kokospolenta. Wir haben bereits Fisch gegessen; auch Polenta ist uns nicht gänzlich unbekannt. Doch in so einen vielschichtigen, aromatischen Mandel gehüllt, sind uns beide Komponenten noch nie untergekommen. Darauf stoßen wir doch glatt mit unserem „Hello Shami“ an – der schärfste beschwipste Auftakt des Besuchs bei dem kulinarischen Geschwisterpaar.

 

Was wir euch im Shimai besonders empfehlen können? Wir würden am liebsten sagen: ALLES! Doch wären wir gezwungen, uns auf realistisch genießbare Mengen zu reduzieren, würden wir euch diese Schmankerl ans Herz legen:

 

Die Vorspeisenplatte zum Teilen als Auftakt. Vor allem die Sommerrollen und die Seafoodroles sind ein Traum. Dicht gefolgt vom Mangosalat mit Ente. Dazu gibt’s einen „Hello Shami“ zum Aperitif.

 

Zum Hauptgang wählt einer das Norwegische Lachsfilet; der andere die Pho. Der Durst wird mit einem Blick in die umfangreiche Weinkarte gestillt.

 

Solltet ihr Glück haben und Mochi auf der Tageskarte entdecken – die dürft ihr euch auf keinen Fall entgehen lassen! Alternativ ist der Mango Sticky Rice Cocktail jede Sünde wert!

 

Modern Asia Dining für Erwachsene: Das Shimai beweist beispiellos, wie kreativ und facettenreich die asiatische Küche schmeckt. Gepaart mit dem super freundlichen Service und dem authentischen Ambiente, haben Hai und sein Team auch mit ihrer zweiten Location einen kulinarischen Volltreffer gelandet. Chapeau!

 

Info

Restaurant Shimai
Theresienstr. 87
80333 München

089 66549268
info@shimai.de

www.shimai.de

Öffnungszeiten:

MO-FR 11:30 – 14:30 & 17:30 – 0:00
SA 17:30 – 0:00
SO 15:00 – 23:00

 

 

Theresienstr. 87

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