Wäre doch die Liebe so einfach, wie die Welt der süßen Gelüste im Kastanientörtchen im Prenzlauer Berg:

Hier musst du nicht im Tinder-Modus endlos swipen, bis dein vermeintlich (hoffentlich zumindest!) perfektes Match erscheint, nein! Hier kannst du zusammen mit Paul und Anne ganz einfach selber dein Glück in die Hand nehmen und das Tartlet of your dreams zusammenbasteln!

Wollen wir ja mal sehen, wir legen los.

So einen eigenen Laden aufzumachen, stelle ich mir ja gar nicht so einfach vor. Man muss zuerst einmal diese berühmte Marktnische finden. Eine Lücke, in die du mit deinem Konzept genau passt, eine Lücke, die dann auch noch zu dir passt und dann diese Lücke in Berlin – einer Stadt, in der oft gefühlt schon beinahe alles existiert. Diese Lücke, die ist nicht leicht zu entdecken, so viel ist klar. Anne, die hat das ganz professionell gemacht: in ihrer Abschlussarbeit musste sie ein Konzept für einen Laden entwerfen. Gesagt, getan.

Die Idee war, ein Café zu schaffen, in dem alle Menschen – egal, in welcher Runde sie auch zusammen sein mögen (Freunde, Familien, Kollegen, Tinder-Dates?! etc.) – einen Kuchen essen können, auf den sie gerade so richtig Lust haben und der auch noch eventuelle Unverträglichkeiten sowie jegliche Vorlieben und Abneigungen berücksichtigt.

Wer – wie ich – professionelle Kuchenvitrinenbeobachterin ist (manchmal bleibt’s dann eben auch nur beim Beobachten), weiß, wie schwer es manchmal ist, ein passendes Stückchen für sich in der Auslage zu finden.

Hier entsteht also die Grundidee des Konzepts des Kastanientörtchens:

Jeder soll sein eigenes, gutes Stück bauen können.

Das klingt jetzt erst mal viel einfacher, als gesagt.

Als klar war, dass Paul und Anne diesen Businessplan in die Realität umsetzen wollen, weil Paul einfach nicht locker gelassen hat und so begeistert von der Idee war und weil dann auch noch der passende Laden plötzlich vor ihrer Nase auftauchte, standen die beiden erst mal vor einem großen Chaos. Anne hatte zwar viel Erfahrung, was backen angeht und schon immer gerne gebacken – trotzdem hatten die beiden keine Ahnung, wie, was, wo und warum.

Also ging es los: nächtliche Backsessions umd Creme-Rührereien, Abschmecken, Testen, Gabeln, Stapeln, Creme spritzbeutelen, Dekorieren, Arrangieren, Probieren.

Man erzählt sich, es wurden ganze Freundeskreise an großen Banketten mit verschiedenen Törtchen versammelt.

Es war sicherlich nicht einfach, das alles zu perfektionieren. Und immernoch – das erzählt Paul mir im Gespräch häufig – ist das ganze Team dabei, Neues zu entwickeln und im Fluss zu bleiben. Wir durften zum Beispiel – als wundervolle Neuheit – in den Genuss von einer Lebkuchencreme und Spekulationsstreuseln kommen – mhhhh!

Paul ist es wichtig, dass alle im Team sich gleichwertig fühlen und mitbestimmen dürfen. Deswegen hat Jeder und Jede auch die Freiheit, neue Produkte zu entwickeln und diese dann auszuprobieren. Das finde ich super. Ich merke überhaupt während meiner letzten Besuche oft, wie wichtig es ist, sich als kleines Unternehmen in der Gastronomie immer weiterzuentwickeln, damit das Herzensprojekt auch am Laufen bleibt. Das ist ja auch so schön daran: du kannst immer kreativ sein, Neues tun und experimentieren und dann kriegst du gleich ein persönliches Feedback deiner Kunden. Das ist auch Paul wichtig, das merkt man total.

Dann hat Anne mir erzählt, was sie sich für ihr Studienprojekt und den Businessplan ausgedacht hat und ich hab natürlich immer gesagt: He! Das musst du unbedingt machen!!!

Bevor ich mir jetzt aber weiter ausmale, wie alle Freunde von Paul und Anne wochen- und monatelang im Schlaraffenland waren, kommen wir lieben zu den Köstlichkeiten, die wir probieren durften.

 

Es ist wohlbemerkt Donnerstagmittag, der Laden platzt schier aus allen Nähten. Paul schichtet eifrigst. Ich renne von A nach B, um möglichst viele kleine Wunderwerke vor meine Linse zu bekommen.

 

Wunderwerk Nummer eins (wir beginnen von unten):

Ein Schokoladen-Guiness-Boden, darauf eine Cheesecakecreme (Halleluja!), es folgt ein Möhre-Walnuss-Boden, darauf schwedische Apfelcreme.

On top: hausgemachtes Crumble, dunkle Schokoladen- und Pistaziensoße, sowie ein Schokocremetupfer.

 

Wunderwerk Nummer zwei:

Ein Mandelkrokantboden mit einer Glühweincreme darauf, dann Schokochoc-Boden (mh mh mh yammi!), eine Vanillesahnecreme, verschiedene Beeren, weiße Schokoladensoße und Spekulatiusstücke oben drauf.

 

Also zuallererst mal: Ein Hoch auf Pauls Perfektionismus!

 

Die Teile sehen wunderschön aus, sie werden von Hand vor euren Augen zusammengefügt und es gibt so viele Optionen, dass nun wirklich alle alle alle Menschen hier glücklich werden und genießen können!

So auch wir, muss man sagen. Die Törtchen sind allesamt unheimlich lecker, raffiniert abgeschmeckt und mit Liebe zusammengestellt. Auch das merkt man sehr. Uns schmeckt es hervorragend und als Paul mir erzählt, dass es im Sommer auch Eiscremetörtchen gibt (hallooo ?!), bin ich natürlich in Gedanken schon beim nächsten Süßsstück. Törtchen-Power!!!

I love it.

 

Paul gibt mir auch einen kleinen Zukunftausblick: Sie bauen gerade einen Tisch, sodass das alles einfacher wird mit dem servieren. Das heißt, ab demnächst hoffentlich, können wir uns auch für private Veranstaltungen wie Hochzeiten (darf ich kommen bitte?) oder Geburtstage, sowie Firmenevents ein kleines Törtchenparadies in unsere Nähe holen. Eine wunderschöne Idee! Ich kann mir das sehr gut vorstellen und freue mich drauf.

 

Wir kommen sowieso wieder, Paul weiß das schon. Spätestens im Sommer – du weißt schon, Eiscremetörtchens are calling me.

Wir bauen auch gerade an unseren eigenen Konstruktionstisch zur schnelleren Törtchenherstellung!

Info

Kastanientörtchen

Website

Kastanienallee 60
10119 Berlin

Öffnungszeiten:
Mo: Ruhetag
Di. – Fr. 13 – 18 Uhr
Sa. und So. 10 – 18 Uhr

Kastanientörtchen


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Kastanientörtchen

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