Spa-Hotels gibt es in Deutschland viele. Aber habt ihr schon mal „Wein-Wellness“ gemacht und seid anschließend in einem Oldtimer gefahren? Dann lohnt sich ein Kurzurlaub im Hotel Ritter Durbach im Schwarzwald unbedingt.

Für viele fällt der Sommerurlaub im Ausland in diesem Jahr leider aus. Zwar sind die europäischen Grenzen mittlerweile wieder geöffnet, doch viele Länder haben das Corona-Virus noch lange nicht so unter Kontrolle wie Deutschland. Wer nach der langen Stay-at-Home Phase mittlerweile erstmal genug von den eigenen vier Wänden hat, für den ist jetzt der ideale Zeitpunkt, die Heimat besser kennenzulernen. Und was würde sich dafür besser eignen als ein Micro Adventure im Schwarzwald?

 

Ich habe deshalb einen spontanen Kurzausflug in das Hotel Ritter Durbach in Baden-Württemberg nahe Offenburg unternommen und mich vor Ort von dem vielfältigen Angebot überzeugt. Das 4 Sterne Wellness-Hotel liegt idyllisch zwischen Badener Weinbergen – ein perfekter Erholungsort, um einfach mal wieder vom Stress der letzten Wochen aufatmen zu können, denn in der Region kann man ganz in Ruhe wandern, (E-)Bike fahren, Golfen oder Reiten.

 

Die edlen Hotelräume reichen von klassischen Zimmern bis zu Spa-Suiten, in denen ich am liebsten den Rest meines Lebens verbringen würde, denn mit einem eigenen Kamin-Ruhebereich und Spa-Dusche sowie privater Sauna und Whirlwanne steht der Erholung wohl definitiv nichts mehr im Wege. Absolut empfehlenswert sind diese Suiten vor allem für Frischverliebte oder Honeymoon-Flitternde, die sich etwas zurückziehen wollen und trotz romantischer Zweisamkeit das Wellnessgefühl nicht missen wollen. Das Hotel eignet sich sonst aber auch gut für Familien und Singles.

 

Da derzeit viele Hotels – und darunter auch das Ritter Durbach – aufgrund von Hygieneauflagen ihre öffentlichen Spa-Bereiche noch nicht wieder vollständig öffnen (dürfen), sind die Spa-Suiten also die perfekte Lösung zur Überbrückung bis zum Re-Opening der gesamten Anlage. Leider kann ich deshalb zwar nicht den 31 Grad warmen, öffentlichen Pool und noch heißeren Whirlpool genießen, aber ich bin mir sicher, dass ich das zu anderen und besseren Zeiten nachholen werde.

 

Dafür bietet das Hotel mit speziellen Schutzvorkehrungen weiterhin das Bestmögliche für seine Gäste: Ich kann die atemberaubende Sicht von der Sonnenterasse als öffentlicher Spa-Ruheraum auf die Weinberge genießen, die Sauna zur Einzelnutzung vorreservieren und den Fitnessraum mit ausreichend Abstand nutzen. Außerdem lasse ich mir natürlich nicht das Wellnessangebot entgehen und erfahre dabei zum ersten Mal, dass man Wein nicht nur trinken, sondern auch zu kosmetischen Zwecken einsetzen kann. Dabei kommt die heilende Wirkung von Antioxidantien aus Rebstock, Beeren und Traubenkernen zum Einsatz – was es nicht alles gibt! Ich bin begeistert von meinem Peeling und erhalte nach meinem entspannenden Treatment zusätzlich eine wohltuende Massage.

 

Den Abend kann ich herrlich im Hotel-Restaurant ausklingen lassen. Das [maki:´dan] wird von Küchenchef André Tienelt geführt und spezialisiert sich auf farbenreiche, ausgefallene und super leckere Mezze, die eigentlich viel zu schön dafür aussehen, um sie tatsächlich zu essen. Ich kann trotzdem nicht widerstehen und überzeuge mich von einigen Köstlichkeiten. Statt klassischer Gerichte setzt Tienelt auf Wunsch-Arrangements und überraschende Kombinationen. Makidans, die auf der Speisekarte angeboten werden, sind etwa Wolfsbarsch-Ceviche mit Mango; Iberico Schweinebäckchen mit Papaya, Kokosnuss und Soja; Petrus-Spargel mit Holunderblüte, Kräutern und Kirschblüte oder Rochenflügel mit Petersilie, Zitrone und Butter. Zum Nachtisch steht zum Beispiel Araguani-Schokolade mit Oliven, Trüffel und Sorbet zur Auswahl.

Ich liebe diese kreativen Zutatenkombinationen! Auch wenn sich Schokolade in Kombination mit Oliven erst einmal unglaublich abwegig anhört, bin ich doch wahnsinnig froh, dieses Mezze probiert zu haben – Küchenchef Tienelt beherrscht sein Handwerk nämlich ausgezeichnet und schafft es mit seinen verrückten Ideen, Aromen neuartig und bestmöglich zu verbinden. Passend zum leckeren Essen genieße ich einen regionalen Wein auf Empfehlung des hauseigenen Sommeliers.

Nach diesem Entspannungs- und Schlemm-Abend kann ich mich nur noch satt und glücklich in mein traumhaft weiches Bett werfen. Aber am nächsten Tag geht es gleich actionreich weiter: Auf meiner To-do-Liste stand schon immer mal Oldtimer zu fahren und diesen Traum will ich mir während meines Kurzurlaubes endlich verwirklichen. Das Ritter Dürbach verleiht diverse Retro-Fahrzeuge wie einen Porsche 356 Speedster Replica des Baujahres 1966 oder einen Citroën 2CV6 des Baujahres 1976.

 

Ich wähle letzteres Modell und tuckere mit entspannten 27 PS und offenem Fahrzeugdeck die Weinstraße Richtung Schloss Staufenberg entlang. Man fühlt sich dabei wirklich ein bisschen wie in eine andere Zeit zurückversetzt, obwohl es zunächst auch ungewohnt ist, den Oldtimer zu fahren. Man findet sich aber schnell rein und kann die Fahrt sehr genießen, weil rund um das Hotel viele, schöne Ausflugsziele wie der Schwarzwald, die Elsässer Weinstraße, Straßburg oder das französische Vogesen-Gebirge liegen.

 

Zurück von meinem Mini-Roadtrip ist es leider schon an der Zeit, die Koffer wieder zu packen. Aber ich werde definitiv zurückkommen und noch mehr Angebote wahrnehmen, denn das Hotel Ritter Durbach hat wirklich wahnsinnig viel zu bieten. Man kann zum Beispiel noch E-Bikes mieten, Weinproben machen oder sogar einen Schamanen im Hotel konsultieren. Alles in allem kann man also nicht nur entspannt die Seele baumeln lassen und fein schlemmen, sondern auch jede Menge erleben. Mit diesem Ausgleich ist definitiv für jeden etwas dabei – Egal, welcher Reisetyp ihr seid.

Info

Hotel Ritter Durbach im Schwarzwald
An der badischen Weinstraße

Tal 1,
77770 Durbach

+49 (0) 781 93 23 0
www.ritter-durbach.de

Hotel Ritter Durbach im Schwarzwald

Tal 1, 77770 Durbach, Deutschland

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