Einer der beliebtesten Plätze Münchens ist mit Sicherheit der Gärtnerplatz. Zentral gelegen inmitten der Isarvorstadt zieht er Touristen, Münchner Freizeitler, Berufstätig und Nachtschwärmer an. Der Gärtnerplatz lädt im Sommer zum Entspannen rund um den Brunnen ein und ist zudem Epizentrum eines der schönsten Viertel Münchens. Die vielen Bars, Kneipen, Lädchen und Restaurants sind dafür nur zum Teil verantwortlich.

Die Geschichte des Gärtnerplatzes

 

Der Gärtnerplatz wurde 1860 als zentraler Platz der Isarvorstadt errichtet. Heute ist er Mittelpunkt des gleichnamigen Münchner Szeneviertels. Seinen Namen erhielt der Platz nach dem Architekten Friedrich von Gärtner, zu dessen Ehren er erbaut wurde. Gärtner hatte sich etwa durch die Planung der Universität, der Ludwigskirche oder des Siegestores verdient gemacht. Der Brunnen und die üppigen Blumenbeete, der Bau des Gärtnerplatztheaters und die zahlreichen Cafés verleihen dem Platz ein geradezu südländisches Flair, das im Sommer durch die vielen Rasengäste in den Abend- und Nachtstunden verstärkt wird.

1865 wurde das Gärtnerplatztheater im spätklassizistischen Stil errichtet, das noch heute das Erscheinungsbildes des Platzes prägt. Ringsum reihen sich drei- bis vierstöckige Wohngebäude. Diese sind in zarten Pastellfarben aufeinander abgestimmt. Der Gärtnerplatz wurde im Volksmund auch „Der gelbe Platz“ genannt, weil alle Fassaden rund um den Gärtnerplatz gelb angestrichen waren. Dann, nach einer Umfrage, wurde vor einigen Jahren entschieden, dass alle Fassaden in Rosatönen umgestrichen werden sollen. Seitdem heißt der Gärtnerplatz nunmehr „Der rosa Platz“.

Durch die besondere Form des Rondells, die üppigen bunten Blumenbeete und den Brunnen im Zentrum bietet der Gärtnerplatz ein besonderes Ambiente. Er lädt ein zum Entspannen und Genießen ein. Vor allem wegen der Cafés und Restaurants, die sich zwischen kleinen Fachgeschäften und Lebensmittelläden befinden. Die Einkaufsbummler des Tages wechseln sich abends ab mit den Theaterbesuchern. Ein Blick hinter die Fassaden zeigt idyllische und ruhige Hinterhöfe und Gärten, Werkstätten und Läden, die noch aus den 1950er- und 60er-Jahren stammen.

 

Das Gärtnerplatzviertel und das angrenzende Glockenbachviertel sind auch für ihre Schwulen- und Lesben-Szene bekannt und bietet einiges an Bars und Clubs für die Münchner LGBTQ* Gemeinschaft. Seit einigen Jahren ist der Stadtteil aber auch mehr und mehr Treffpunkt der Münchner Alternativszene und Ausgeh-Location für junge Leute geworden.

Wer das Viertel erkunden möchte, sollte folgende Adressen kennen:

Im Volksmund heißt der Gärtnerplatz auch „rosa Platz“.

Belgische Waffeln und Rührei mit Lachs im Cotidiano

Direkt am Gärtnerplatz gelegen ist das Cotidiano: Es eignet sich perfekt für den Mittagskaffee mit den besten Freund*innen oder einen kleinen Snack zwischendurch. Besondeers zu empfehlen sind hier die belgischen Waffeln mit frischen Beeren, Rührei mit Lachs und die orientalische Platte mit Hummus & Co. Aber auch Porridge gibt es hier in den verschiedensten Variationen.

Wer sich einen Cheat Day gönnen möchten, ist hier an der richtigen Adresse: Denn hier gibt es neben den vitaminreichen Bowls und Salaten natürlich auch Burger, Käsekuchen und Co. Dabei wird auf die sorgsame, schonende Zubereitung der Gerichte geachtet.

 

Dive Bar: Boazn trifft Rock’n‘Roll

Die Dive Bar ist die vermutlich kleinste Rock´n´Roll Bar Münchens. Die kleine Bar in der Reichenbachstraße ist eine Mischung aus bayrischer Boazn, maritimer Seemannskneipe und szeniger Rock’n’Roll Bar. Seit dem Eröffnungstag malt Sven Biller in der Bar Old-School-Tattoos- und Tiki-Style an die Wand. So verändert sich allmählich die Erscheinung der Bar, so dass jeder Besuch zu einem Erlebnis wird, bei dem man immer wieder etwas Neues entdecken kann. Außerdem stehen kleine Flaschenschiffe sowie andere Figuren neben unterschiedlichen Biersorten und Spirituosen hinter dem Tresen. Thomas, der Besitzer und Barkeeper aus Leidenschaft, berät gerne bei Fragen rund um das Thema Cocktails und Longdrinks.
Dass die Bar ein Rocker-Schuppen ist, spiegelt sich auch in der Musik wieder. Der Betreiber liebt den Sound der 50er- und 60er-Jahre, aber auch Country oder Punk. Musikwünsche werden gerne erhört – so lange man sich nicht Britney Spears wünscht.

 

Fondue auf der Gärtnerplatz Alm

Hier herrscht Hüttenflair: Auf der Gärtnerplatz Alm mitten in München gibt es in der Winterzeit Fondue in den verschiedensten Variationen. Gerade für große Runden ist dieses gesellige Gericht ein echtes Vergnügen. Der Klassiker in der Gärtnerplatz Alm ist das Käsefondue, welches in verschiedenen Varianten mal mit mediterranen Kräutern verfeinert oder mit Dunkelbier abgeschmeckt zum Brot-Eintauchen einlädt. Wer es etwas dekadenter mag, wählt das Trüffelfondue. Das ist nicht nur mit edlem Trüffel, sondern auch mit Champagner und Walnüssen verfeinert. Auch Fleischfans kommen hier auf ihre Kosten: Denn es gibt auch Fleischfondue mit wahlweise Rind- oder Geflügelfleisch in der hausgemachten Brühe. Für alle, die sich dem Topf-Zwang nicht beugen möchten, bietet die Karte weitere urige Spezialitäten an: Brotzeit Brettl oder Käsespätzle machen die Hüttenatmosphäre perfekt. Außer jeder Menge Schnaps zum Verdauuen ist der Kaiserschmarrn als Nachspeise eigentlich eine Hütten-Pflicht.

Morgens zum Frühstück, mittags auf einen Kaffee, abends ins Theater und dann noch auf einen Drink? Am Gärtnerplatz kann man gut einen ganzen Tag verleben.

Lass dich von der Muse im Gärtnerplatztheater küssen

Eine weitere Institution am Gärtnerplatz ist, wie der Name ja eigentlich schon verrät, das Gärtnerplatztheater. Pumuckl, Zauberflöte und My Fair Lady – das Programm ist so vielfältig, wie die Bewohner des Viertels selbst. Im Sommer dient das Theater allerdings nicht nur als musikalisches Highlight, sondern bietet zahlreichen Münchnern auch Platz für abendliche Zusammenkünfte auf den Stufen davor. Nur, wenn der Portier freundlich dazu auffordert, diese zu räumen, weiß ein jeder, dass die nächste Vorstellung gleich beginnt. Dann kommen ganze Familien, feine Damen und das Pärchen von nebenan zusammen, um einen Abend im wirklich wunderschönen Gärtnerplatztheater zu verbringen.
Also, was darf’s denn für euch sein: Oper, Operette, Musical oder Ballett? Im Staatstheater am Gärtnerplatz ist alles möglich, es lohnt sich also immer mal wieder online zu verfolgen, was der Spielplan in nächster Zeit zu bieten hat.

 

Sie haben die Wortwahl

Buchkultur vom Allerfeinsten? Das gibt es im wortwahl in der Reichenbachstraße. Hier trifft man Kunstwissenschaftler, Germanisten, Theaterwissenschaftler, Schauspieler, Ethnologen und Menschen, die Bücher einfach lieben. Besondere Bücher von besonderen Autoren. Alles für Kinder, Modebegeisterte, Designfreaks, Belletristik-Liebhaber und viel mehr. Und weil das noch nicht genug ist, gibt es nebenan nochmal den selben Laden, nur mit Grußkarten. Aber nicht irgendwelchen Grußkarten! Denn hier geht nach dem Betreten wohl jedem das Designerherz auf. Trauerkarte in schön? Gibt’s hier. Geburtstagskarte einer tiefgründigeren Botschaft, als nur dem Klassiker „Happy Birthday“? Gibt’s auch hier. Die Moral von der Geschichte ist also: einfach mal vorbeischauen, stöbern, lesen, lachen, lernen.

#Gärtnerplaatz#muenchen#Theater