Das Heidelberger Nachhaltigkeits-Start-Up Spoontainable verändert die Lebensmittelindustrie – zum Guten, denn statt Einmalplastik gibt’s hier Knusperspaß als Löffel. So zeigen die zwei Mädels von Spoontainable, dass statt gehobenem Zeigefinger Innovationen einen jahrzehntelangen Status Quo hinterfragen und verbessern können.

Seit April 2019 sind die essbaren Eislöffel von Spoontainable auf dem Markt und haben seitdem laut eigenen Angaben fast 1 Millionen Plastikeislöffel ersetzt. Die Spoonies sind nachhaltig, vegan, glutenfrei, plastikfrei, knusprig, essbar und aktuell in 3 leckeren Variationen erhältlich: Classic, Classic L und Choc.

„Don’t waste it. Taste it.“

Wir haben die Gründerinnen zu ihrem Alltag befragt, um mehr über Amelie und Julia zu erfahren, die das große Ziel verfolgen, jeden einzelnen Plastiklöffel durch ihre essbare Alternative zu ersetzen.

1. Raus aus den Federn: Was machst du morgens als Erstes?

Julia: Die Nachrichten auf dem Handy checken und schauen, was in der Nacht Spannendes passiert ist.

Amelie: Nachrichten hören und WhatsApp checken.

2. Deine Eltern sahen dich schon im weißen Arztkittel vor sich… oder war es doch als Anwalt?

Julia: Eher mit der Kreide vor einer Schulklasse. Meine Eltern waren überzeugt, ich werde Lehrerin.

Amelie: Ich hatte leider schon immer meinen eigenen Kopf, meine Eltern dachten, ich werde mir meinen eigenen Weg suchen.

3. Ihr seid Gründerinnen: Beschreibt eure Idee in 3 Worten

Beide: Essbarer nachhaltiger Eislöffel.

4. Ein Tag im Leben von... Wie sieht ein normaler Arbeitstag bei dir aus?

Julia: Den gibt es nicht, jeder Tag läuft anders ab. Mal mit mehr Überraschungen, mal mit weniger. Wenn ich mal weniger überrascht werde, arbeite ich Mails ab, plane Marketingaktivitäten, bereite Posts und Messen vor und arbeite an unserem Controlling und Finanzplan. Mit Amelie bereite ich Investorentermine und Präsentationen vor, sammle KPI’s und analysiere sie. Zwischendrin erledige ich etwas Pressearbeit oder bereite Pitchdecks für Wettbewerbe vor.

Amelie: Da kann ich mich nur anschließen, normalerweise spiele ich Telefonzentrale für den Vertrieb, arbeite Anfragen ab und nerve Julia, dass ich noch eine Präsentation brauche…

5. Samstagabend: Netflix & Couch oder Fine Dining & Party?

Julia: Wenn der Samstagabend frei ist, definitiv Netflix & Couch & Jogginghose.

Amelie: Gerne erst Fine Dining und danach auf die Couch mit Netflix.

6. Surprise, Surprise! Wofür würdet ihr mitten in der Nacht aufstehen?

Julia: Für Amelie, um sie an den Bahnhof zu fahren. Und für eine anstehende Urlaubsreise.

Amelie: Für Julia, falls sie sich mal wieder verfahren hat. Und für jedes Abenteuer.

7. Hand aufs Herz: Was ist euer heimliches Laster?

Julia: Mein Perfektionismus in PowerPoint… ich bekomme Gänsehaut bei schiefen Linien oder ungleichen Abständen.

Amelie: Ich werde sehr schnell ungeduldig, wenn Menschen zu lange reden oder zu weit ausholen.

8. Wir mögen Ei mit Nutella auf Brot: Was ist euer favorite Food-Crime?

Julia: Nutella mit ordentlich Butter.

Amelie: Salzstangen mit Schokolade.

9. Die einen werden Choleriker beim Autofahren, die anderen rasten aus, wenn der Kellner den Gin Tonic nicht schnell genug bringt. Was bringt euch total auf die Palme?

Julia & Amelie: Langsam laufende, redende und agierende Menschen. Grundsätzlich andere Autofahrer.

10. Material World: Ohne welchen Gegenstand könntest du nicht leben und warum nicht?

Julia: Leider mein Handy. Damit organisiere ich meinen Job und mein Privatleben, höre Musik, Podcasts, sammle Momente mit Bildern und halte Kontakt mit Freunden und Familie.

Amelie: Ich nehme ebenfalls mein Handy. Grade jetzt in der Zeit, in der wir so viel unterwegs sind, bietet das Handy die Möglichkeit, mit Freunden und Familien in Kontakt zu bleiben und das eigene Leben zu organisieren.

11. Was du der Menschheit schon immer mitteilen wolltest: 140 Zeichen, gönn sie dir!

Julia: Die rechte Spur auf der Autobahn darf befahren werden, wenn sie frei ist.

Amelie: Man darf auch zu Nicht-Businessterminen pünktlich kommen.