Plastik wird für unseren Planeten zu einem immer größer werdenden Problem. Das Meer scheint zur Deponie der Erdbevölkerungen zu werden. Die Designer von dem norwegischen Design- und Arichitekturbüro Snøhetta haben sich zur Aufgabe gemacht altes Plastik als Rohstoff für ein neues Projekt zu nutzen: Sie entwarfen einen buchstäblich grünen Stuhl, den sogenannten „S-1500“, aus alten Plastiknetzen.

Das Projekt „S-1500“

Zwei Jahre lang vertieften sich die Designer, Architekten und Konstrukteure von Snøhetta in das Thema Ozeanplastik. Sie wollten ein Zeichen gegen die Verschmutzung der Meere setzen, und zwar mit ihrem Recyclingstuhl. Außerdem konnten sie so die Anwendungsvielfalt gebrauchter Kunststoffe zeigen. Schließlich entstand ihr Werk aus alten Fischernetzen. Das Gestell konzipierten sie aus altem Stahl. Zusammen mit dem norwegischen Möbelhersteller „NCP“ entwickelten sie dann den „S-1500“.

Recyclingstuhl: einzigartig und schlicht

Die Sitzschale aus recyceltem Plastik hat eine schlichte Form. Durch die energiesparende Rohstoffgewinnung aus verschlissenen Fischernetzen und Tauen hat der Stuhl unter sämtlichen Geschwisterfabrikaten den mit Abstand geringsten CO₂-Fußabdruck.

Was das norwegische Pionierstück neben seinem nachhaltigem Konzept einzigartig macht, ist dass jeder Stuhl ein Unikat ist. An sich handelt es sich zwar um Massenware, aber das Spritzgussverfahren verleiht den Sitzschalen eine einzigartige, zwischen Tief- und Blassgrün changierende Marmorierung.

So nachhaltig ist der grüne Stuhl

Designt wurde das Modell für öffentliche Institutionen wie zum Beispiel Universitäten und Schulen. Snøhetta Architekt Stian Alessandro Ekkernes Rossi erklärt gegenüber dem Design-Magazin „Deezen“:

Anstatt neues Plastik am anderen Ender der Welt erstellen zu lassen, haben wir uns dazu entschlossen recycletes High Quality Plastik aus der Umgebung für unser Projekt zu benutzen. Das ist eine Win Win Situation für alle!

Dieser Stuhl ist der erste Schritt in die richtige Richtung. Das Unternhemen plant für die Zukunft viele weitere nachhaltige Projekte.

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