Manchmal ist es verrückt, wie man im Internet auf ein Thema aufmerksam wird. Ich als alter Handballer bin momentan natürlich total verrückt nach meinem Lieblingssport – schließlich läuft ja gerade die EM und unsere deutsche Nationalmannschaft darf sich entgegen aller Erwartungen mit einem jungen, unerfahrenen Team nun tatsächlich Hoffnungen auf den Titel machen. Schließlich steht die DHB-Auswahl heute Abend im Halbfinale gegen Norwegen. Nun fragt man sich wohl, was das mit der Überschrift dieses Artikels zu tun hat: Mülltrennung. Zunächst mal nichts. In den Tiefen des Internets dann aber eben doch wieder.

So bin ich heute auf eine Kampagne gestoßen, mit der die Berliner Stadtreinigung uns für das Thema Mülltrennung sensibilisieren möchte. Die Protagonisten des Spots – und da schließt sich im wahrsten Sinne des Wortes der Kreis – sind die Handballerinnen und Handballer der Füchse Berlin. Das grobe Motto des coolen Spots: Der Wurf ist alles was zählt, und wenn du dann getroffen hast, ist das einfach ein geiles Gefühl. Das trifft natürlich auf den Torwurf im Handball zu, das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Aber es geht eben auch um den Wurf in den Mülleimer.

Wir produzieren tagtäglich so unglaublich viel Müll, da ist es doch das Mindeste, auch wieder einen Beitrag dazu zu leisten, dass dieser maximal recycled werden kann. Mülltrennung wurde ja schließlich nicht zum Spaß eingeführt und ich finde, gerade im Haushalt ist es auch echt kein großer Aufwand, zumindest Papiertonne und gelben Sack extra zu befüllen. Das Altglas gehört in den Glascontainer und Plastikflaschen natürlich ab in die Tasche und in den Pfandautomaten beim nächsten Einkauf. Da kommen ja immer schnell ein paar Euro zustande.

Und wie das mit der Mülltrennung beziehungsweise Aufbereitung so in der Praxis funktioniert, kann wohl keiner besser beschreiben, als die fleißigen Herrschaften von der Berliner Stadtreinigung: So entstehen aus gesammelten Kunststoffen beispielsweise wieder Blumenkästen, Abflussrohre oder Dübel und aus PET-Getränkeflaschen viele warme Fleece-Pullover oder neue Folien und Verpackungen. Glas wird heute nahezu ohne Qualitätsverlust recycelt und auch die Inhalte der blauen Papiertonne sind inzwischen der wichtigste Rohstoff zur Papierherstellung – je mehr wir hier sammeln, desto weniger Bäume müssen gefällt werden. Aus dem Biomüll wird Biogas gewonnen, damit werden ca. 150 BSR- Fahrzeuge betankt und fahren so besonders umweltfreundlich durch die Stadt.

#berlin#muelltrennung