2019 steht es ganz oben auf der To-Do Liste: Plastik vermeiden im Alltag. Was ein super Vorsatz ist, wird in der Realität leider zur Herausforderung. Lebensmittel da, Kosmetik hier, der Strohhalm in der Bar: Womit wir uns auch beschäftigen – Plastik ist ein fester Begleiter. Und auch wenn der Ausweg aus der Plastikhölle unmöglich scheint, ist er doch nicht unerreichbar. Wir zeigen euch 7 Momente in eurem Alltag, in denen ihr ohne große Mühe auf Plastik verzichten könnt – und dabei sogar noch die ein oder andere willkommene Entdeckung macht.

1 Auf Nimmerwiedersehen, liebe Frischhaltefolie!

Sei es das halbe Sandwich aus der Mittagspause, die halbe Avocado vom Dinner oder auch nur die Zitrone für den Drink: Wer Lebensmittel vor dem sicheren Tod des Verderbens bewahren will, packt sie meist in Plastikfolie. Die Freude über frischbewahrte Nahrung mag am nächsten Tag zwar groß sein; der Schaden in der Umwelt ist es auf Dauer jedoch auf Dauer ebenso. Glücklicherweise gibt es für die altbewährte Frischhaltefolie eine Alternative. Sie nennt sich Bienenwachstuch. Die Tücher aus wiederverwertbarem, mit Bienenwachs überzogenen Tücher können zum Einwickeln von Lebensmitteln, Schüsseln oder auch einer Handvoll Nüssen verwendet werden. Erhältlich sind die Tücher, die übrigens in super süßen Designs verkauft werden, beispielsweise in verpackungsfreien Supermärkten sowie im Online-Shop von Little Bee Fresh.

2 No More To Go

Ein Kaffee zum Mitnehmen hier, das Mittagessen für unterwegs da. Wer von einem Termin zum nächsten sprintet, sättigt sich oft schon wie selbstverständlich mit Essen und Trinken auf die Hand. Ganz zu schweigen von dem Geldbeutel, der durch die vielen zwischendurch Snacks ganz nebenbei um einiges schlanker wird, sättigen die To Go Speisen nicht nur uns, sondern auch unseren Plastikmülleimer. Unser zweiter Tipp lautet daher: No More To Go. Verabschiedet euch vom Kaffee To Go aus dem Café und nehmt euch diesen von zu Hause mit. Oder ihr schnappt euch einen Kaffee in einem Recup Becher, den ihr in mittlerweile schon zahlreichen Cafés in München zurückgeben kann. Gleiches Prinzip gilt fürs Essen: Haltet euch an den Trend des Meal Prep und kreiert euer Mittagessen für unterwegs in eurer hauseigenen Gourmetküche. So spart ihr Geld und Plastik und geht der Gefahr, gezwungenermaßen kulinarische Kompromisse eingehen zu müssen.

3 Ein Hoch auf Gläser!

Ihr konsumiert viele Lebensmittel aus Gläsern? Perfekt – dann habt ihr eure neuen Aufbewahrungsdosen schon zu Hause. Stabil, verschließbar und in diversen Größen erhältlich sind die Gläser von Weißwurstsenf, Essiggurken, Kokosöl und Co. die perfekte Aufbewahrungsmöglichkeit für eure Lebensmittel. Stattet euch am besten direkt mit einer Ladung Gläser aus und befüllt sie in einem verpackungsfreien Supermarkt mit euren liebsten Snacks. So spart ihr einerseits jede Menge Plastik beim Einkaufen und holt euch andererseits dekorative Küchenaccessoires ins Haus.

4 Plastikfrei schlürfen

Manchmal ist es durchaus eine Herausforderung, auf Plastik zu verzichten. Eine Sache jedoch lässt sich ohne jegliche Kompromisse aus dem Alltag verbannen: Plastikstrohhalme. Wenn man bedenkt wie wenig wichtig das Produkt ist und wie viel Schaden es anrichtet, ist es eigentlich sowieso fragwürdig, dass die Röhrchen es bis in 2019 geschafft haben. Glücklicherweise gibt es heute jede Menge Alternativen, die uns auch ganz ohne Plastik genüsslich durch den Trinkhalm schlürfen lassen. Manche Bars setzen beispielsweise auf Bambus, andere auf Maccaroni. Die High-End Variante sind Strohhalme als Edelstahl oder Glas, wie die der Firma Halm aus Berlin.

5 Die gute Jute

Wer bewusst die Menschen am Obstregal beobachtet wird feststellen: Es gibt tatsächlich Personen, die jede einzelne Sorte Obst in einen anderen Plastikbeutel packen. Darüber kann man eigentlich nur den Kopf schütteln – oder den eigenen Jutebeutel rausholen und als gutes Beispiel vorangehen. Stabil und stylisch sind die Stofftaschen der perfekte Einkaufskorb und gleichzeitig ein hippes Accessoire auf der Schulter. Schaut am besten gleich in eurem Fundus, ob sich dort noch der ein oder andere findet. Oder ihr zaubert euch einen in der DIY Variante. Aus Jeans und alten Pullovern gelingt der Beutel auch blutigen Anfängern.

6 DIY Kosmetik

Nicht nur in der Küche, sondern auch im Badezimmer finden sich super viele Plastikfallen. Shampoo, Zahnpasta, Hautcreme: Mit großer Wahrscheinlichkeit ist auch bei euch der Großteil eurer Pflegeprodukte in Plastikflaschen verpackt. „Im Laden gibt es aber keine Alternative“, werdet ihr nun denken. Dazu können wir nur sagen: Dann sorgen wir eben selbst dafür, dass es in unserem Badezimmer eine gibt. Mit pflegenden Ölen und dem ein oder anderen Beautyfood lassen sich natürliche Pflegeprodukte nämlich ganz leicht selbst machen. Und mit der DIY Variante spart ihr nicht nur das „ersichtliche“ Plastik in Form der Verpackung, sondern auch an dem versteckten Mikroplastik, das Kosmetika häufig der Konsistenz oder der Haltbarkeit zur Leibe beigemischt wird.

7 Die Spreu vom Weizen trennen

Trotz aller Bemühungen, ist die Wahrscheinlichkeit, ganz ohne Plastik im Alltag auszukommen – Hand aufs Herz – sehr gering. Was jedoch immer möglich und ohne weitere Mühe umsetzbar ist, ist die Mülltrennung. So kann das Plastik wenigstens ordnungsgemäß entsorgt und recycelt werden. Auch wenn es nicht das schönste Accessoire in der Küche ist: Schnappt euch ein paar Tonnen und trennt eure Abfälle so gut es geht. Wie ihr dabei vorgeht, erklärt der Grüne Punkt euch hier ausführlich.

#nachhaltig#plastikfrei