Entschleunigung, Lebensfreude, Achtsamkeit und gesunde Ernährung – alles Dinge, die sich relativ schnell mit dem Konzept „Bananaleaf“ in der Maxvorstadt verbinden lassen. Das vegane Frühstücks-Pop-up findet ihr in den Sommermonaten und am Wochenende in den Räumlichkeiten des NUDO auf der Amalienstraße.

Alles begann in Bali, als Daniela, sich dazu entschieden hatte, einen Urlaub damit zu verbinden, ihr Portfolio zu überarbeiten und Bewerbungen zu schreiben. Nach ihrem Designstudium hatte sie nämlich schon ein bisschen Freelance gearbeitet. Relativ schnell merkte sie aber, dass es sie irgendwie nicht glücklich macht, so viel Energie für etwas einzusetzen, was sie nicht hundertprozentig erfüllt.

 

Die Idee
Somit war schnell der kleine Gedankensame gepflanzt, dass sie vielleicht doch etwas ganz Eigenes machen sollte. Eine gesunde Lebensweise, Essen und Genießen – das alles spielte schon immer eine große Rolle in Danielas Leben. Und so wuchs eben der kleine Samen zu einer feinen, zarten Idee und einem spannenden Konzept: Ein Frühstückscafé braucht München.

Den Nicht-Gastronomen unter uns sei gesagt, dass sich dies natürlich immer sehr schön anhört, aber die Investition in ein Ladenlokal inklusive Einrichtung, Waren, Personal und ähnliches sind natürlich immens und sehr selten und „einfach so“ zu stemmen. Das war auch Daniela klar. Deswegen musste eine Idee her und die lässt sich relativ einfach unter dem Motto „Sharing is caring“ zusammenfassen.
Und wie funktioniert sowas? Naja, viele Restaurants, Tagescafés oder auch Bistros haben nur zeitweise geöffnet, zum Beispiel eben nur tagsüber oder ohne Mittagstisch. In einer Stadt wie München, in der Mieten fast zu einem unbezahlbaren Monstrum werden, lässt sich das allerdings nur schwer stemmen. Und genau in diese Kerbe schlägt die Idee, nämlich ein vollausgestattetes Ladenlokal zu der Zeit zu nutzen, in der das eigentliche Lokal geschlossen hat und somit eine Win-Win Situation zu schaffen, die für Gastronom als auch Zwischennutzer interessant ist.

Und so kam über eine Freundin die Pastabar Nudo in der Amalienstraße ins Spiel. Das Nudo hat vor kurzer Zeit seinen Mittagstisch „eingestampft“ und ist jetzt nur noch abends geöffnet. Das erste Treffen fand Anfang Mai statt und dann ging auch eigentlich alles ganz furchtbar schnell bis schlussendlich Ende Mai das Opening des veganen Pop-Up Frühstückscafés Bananaleaf stattfand.

Wie schon gesagt, Daniela, unsere Gastgeberin kommt eigentlich aus dem Kreativbereich und nicht aus der Gastronomie. Deswegen war vermutlich auch das Pre-Opening, ihren Worten nach auch noch ein bisschen chaotisch und auch jetzt muss sich alles noch ein bisschen einspielen.

Das Frühstück
So aber jetzt genug mit den Geschichten, zurück zum wichtigsten Teil: Dem Frühstücksangebot! Gestartet wird mit einem ayurvedischen Ingwershot (Achtung scharf!) und einem Beeren-Spritz (wir hatten direkt morgens leicht einen sitzen). Dazu bekommen wir einen kleinen Probierteller mit zwei kleinen Canapés bestehend aus glutenfreiem Brot mit jeweils Rote Beete Hummus, Sprossen und Gurke und Avocadocreme, einem kleinen Raw Ball und einem Probierglas Chia-Pudding mit Früchten, Kokos und allerlei Superfoods. Danach suchten wir uns noch eine größere Superfood-Bowl aus, mit vielen leckeren Früchten und diversen Superfoods. Wählen kann man hier grundsätzlich zwischen einer eher rot-beerigen oder grünen Variante. Unser absolutes Highlight allerdings: Die Süßkartoffelwaffel mit Avocado-Creme! Die Mischung aus süßlicher Kartoffel, knusprigem Teig, curry-scharf und einer schlotzigen Avo-Creme ist einfach unschlagbar!

Es gibt im Bananaleaf auch sogenannte Frühstückspakete mit den schönen Namen Purple Power oder Green Glow, bei denen ihr euch gar nicht entscheiden müsst, sondern Bowl, Brot, Smoothie und Raw Bites zusammen serviert bekommt. Da es sich, wie anfangs schon einmal erwähnt um ein veganes Frühstücks/Brunch – Pop-Up handelt, gibt es den Kaffee aber eben auch nur mit Ersatzmilch wie Hafer oder Lupinen. Als eingefleischter Kuhmilchkaffeetrinkerin schwer von Alternativen zu überzeugen, muss ich neidlos eingestehen, dass mir der Kaffee mit Hafermilch tatsächlich richtig gut geschmeckt hat. Einzig und allein die Portionen waren für unseren Geschmack ein ganz klein wenig zu klein – aber vielleicht auch einfach zu lecker, sodass wir einfach nur mehr wollten.

What’s next
Den Pop-up Bananaleaf Brunch wird es den Sommer über jedes Wochenende im Nudo geben. Also nicht zu lange zögern, denn bekanntlich ist ein Pop-up nicht für die Ewigkeit gedacht. Aber für den Herbst hat Daniela schon wieder das nächste Konzept im Kopf: Eine Tapasbar rund um Kohl und Knolle! Wir sind schon total gespannt –  genießen aber bis dahin noch die ein oder andere Süßkartoffelwaffel.

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