Liebe geht bekanntlich durch den Magen. Doch was wäre das beste Rezept ohne die passenden Gewürze? Für die drei Freunde Amin, Dennis und Malte ist diese Frage zu einer großen Leidenschaft geworden. Bei ihrem Gewürzhandel PerSaf setzen sie deshalb auf höchste Qualität zu fairen Preisen, von denen alle profitieren.

Die Geschichte von PerSaf beginnt vor fast zwanzig Jahren, als Amin, Dennis und Malte sich während ihrer Schulzeit kennenlernten und schnell zu Freunden wurden. Dass die drei eines Tages gemeinsam ein Business auf die Beine stellen würden, dachte zu diesem Zeitpunkt noch niemand. Und auch, als Amin in seine zweite Heimat Iran reiste, wo er in der Region Khorasan die Safran-Ernte hautnah miterlebte, hätte der Hannoveraner sich noch nicht vorstellen können, dass das beliebte Gewürz zu einem echten Erfolgsrezept für ihn werden würde. Doch eine Frage kristallisierte sich für ihn und seine Freunde mehr und mehr heraus: Wieso war Safran in Deutschland so viel teurer, obwohl die Qualität bei Weitem nicht an die im Iran heranreichte?

In der Beantwortung dieser Frage fanden die drei ihre Geschäftsidee. Gemeinsam besuchten sie die Safran-Felder in Khorasan und gründeten ihr Startup in einer Garage genau wie Steve Jobs, Ron Wayne und Steve Wozniak von Apple. Ihr Anspruch war es, das Gewürz in bester Qualität nach Deutschland zu bringen und gleichzeitig den Bauern im fernen Iran einen fairen Preis zu zahlen. Und der Erfolg gibt ihnen Recht: Nach nur drei Jahren zählen nun über tausend Gourmet-Restaurants in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu ihren Kunden. Tatsächlich waren es auch genau jene Kochprofis, die PerSaf darauf brachten, ihr Sortiment zu erweitern. Seit Anfang des Jahres beliefern sie auch Privat- und Industriekunden.

Und so kam Ende 2017 eine weitere Kostbarkeit dazu: Die Königin der Gewürze – die Vanille. Die schrumpelige, unscheinbare Schote war in Mexiko schon vor Jahrhunderten so beliebt, dass der Aztekenherrscher Montezuma II. Überlieferungen zufolge etwa fünfzig Tassen einer leckeren Kakao-Vanille-Mischung verzehrt haben soll. Unter demselben Motto – faire Preise für Bauern und Endverbraucher bei höchster Qualität – bietet PerSaf nun auch Vanille aus Madagaskar, Indonesien und Französisch Polynesien. Um das Versprechen gegenüber ihren Kunden und Zulieferern gleichermaßen einhalten zu können, ist es für Amin, Dennis und Malte von Beginn an eine Selbstverständlichkeit, die Anbaugebiete persönlich zu besuchen und sich vor Ort selbst ein Bild von der Ernte machen zu können.

Insgesamt 1.800 Kilometer legten die drei zusammen im fernen Madagaskar vor der Ostküste Afrikas zurück. Von der Hauptstadt aus lagen die vier Städte Sambava, Antalaha, Vohemar und Andapa auf ihrer Route, die im Vanille-Anbau allesamt eine wichtige Rolle spielen. Auf einer Fläche von etwa 25.000 Quadratkilometern wird hier über die Hälfte der weltweit verfügbaren Vanille angebaut. In Madagaskar lernten die PerSaf-Gründer jedoch nicht nur alles über den Anbau und die Ernte des beliebten Gewürzes, vor allem die kulturellen und logistischen Gegebenheiten beeindruckten die drei zutiefst. Die Fahrten mit den landestypischen Minibussen, in denen trotz gerade einmal zwölf Sitzplätzen nicht selten bis zu 25 Personen inklusive Gepäck, Hühnern und einem Schwein transportiert werden, waren immer wieder ein echtes Abenteuer.

Nach unserer Rückkehr dauerte es ein paar Tage, bis wir all die positiven und negativen Eindrücke verarbeitet hatten. Die Armut in Madagaskar ist allgegenwärtig.

Die überwiegende Mehrheit der Haushalte in Madagaskar verfügt weder über fließend Wasser noch Strom. Das führt unter anderem dazu, dass auch Krankheiten wie die Pest hier immer noch vorkommen. Für PerSaf ist das ein Grund mehr, die Vanille-Bauern vor Ort für ihre Arbeit durch faire Bedingungen zu belohnen – ein Konzept, von dem am Ende wirklich alle profitieren.

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