Ok, normalerweise stelle ich mir indische Restaurants ja eigentlich so vor: indische Gottheiten auf Gemälden an jeder Wand, dunkles Holz und rote Samtstühle. Traditionell, ein wenig überladen, und natürlich unglaublich lecker. Aber nur letzteres trifft auf das Electric Elephant zu. Denn das bzw. die Café-Restaurant-Bar kombiniert urbane Atmosphäre à la Berlin mit traditionellen, indischen Gerichten und zeitgemäßen Drinks.

Mitten im MMA, mit höheren Wänden als jede Luxuswohnung in Schwabing, liegt das Electric Elephant, geleitet von: Sophia und Hannah. Anfangs wollten die beiden Mädels ja eigentlich nur ein Tagescafé eröffnen, das tagein tagaus leckere Kuchen und Kaffee en masse anbieten sollte. Dann aber bekamen sie die einmalige Gelegenheit, die unglaublich schönen und in München so seltenen Industrieräume im MMA anzumieten. Und da dort eben gerade zufällig zwei indische Köche zur Verfügung standen, wurden einfach zwei Konzepte zu einem: Tagescafé mit Frühstück und Kuchen und indisches Restaurant mit Bar am Abend.

Wieso denn eigentlich auch nicht? Was nämlich den beiden Mädels wichtig war, und ja, auch immer noch ist: einen Raum für Begegnung zu schaffen, an dem sich einfach jeder zu jeder Tageszeit wohlfühlt. Wo die Veganer nicht nur Salat essen können, die laktoseintoleranten Kaffee bekommen und die Fleischliebhaber lecker Lamm und Hühnchen genießen können. Denn für Hannah ist Ernährung wie Religion: Jeder geht den Weg, den er für richtig hält. Im Electric Elephant gibt es also für alle etwas – und das immer!

Um nochmal auf das Interieur zurück zu kommen: urban, reduziert und trotzdem gemütlich – so würde ich es als Laie bezeichnen. Einfach mal was anderes, eher Berlin als München. Und das wiederum kann München echt gut gebrauchen! Hohe, hohe Decke, freiliegende Rohre, unverputzte Wände, Schiefertafeln, eine riesige Bar und Tische zum Teilen. Und nicht zu vergessen die große Terrasse im Sommer!

Ok, und jetzt das Essen! Los geht es mit dem hauseigenen Aperitif, weil Aperol Spritz und Hugo kann und kennt ja jeder! Den sogenannten „Electric Elephant“ mit Sekt, Estragon und zum Eiswürfel gefrorenen Brombeerpüree gibt’s aber nur hier. Super Abwechslung zu den vorwiegend italienischen Klassikern. Und selbstgemacht, denn das wir im Electric Elephant großgeschrieben! Vom Ginger Beer über diverse Sirups bis hin zum Knäckebrot – alles selbst gebraut, zusammen gerührt und gebacken.

Am allerbesten soll aber der marinierte Blumenkohl sein. Muss ich probieren. Und er ist so, so lecker! Blumenkohl, eigentlich ja ein fades Gemüse, macht hier mal auf süß-sauer. Ein Muss beim nächsten Besuch! Als Hauptgang gibt es Malai Kofta (der Runner bei veganen Gästen), Lamm Masala und Chicken Mango. Und ich muss sagen: alles super, obwohl Butter Chicken einfach immer mein Favorit in der indischen Küche bleiben wird. Aber das gibt es natürlich auch im Electric Elephant. Und die restlichen Gerichte auf der Karte stehen dem in nichts nach!

Frühstück ist ja irgendwie die schönste Mahlzeit des Tages. Aber eben nur am Wochenende, wenn man mal endlich genug Zeit dafür hat. Ausschlafen, wach werden, duschen, Zähne putzen, und ab ins Electric Elephant! Denn von 9 bis 14 Uhr gibt es hier alles, was das Frühstücker-Herz so begehrt. Und wer denkt, dass nur indische Speisen auf der Karte stehen: weit gefehlt! Denn wie Hannah so schön ausdrückte: „Weißwürste müssen einfach sein!“. Bayerisch trifft auf indisch trifft auf USA und, und, und. Denn neben Weißwürsten stehen unter anderem auch indische Pfannkuchen mit Kokosmilchreis, eine Antipastischnitte und vegane Pancakes mit Obst auf der Karte.

Und da wären wir wieder beim Thema: für jeden etwas!

„Weißwürste müssen einfach sein!“

Info

Electric Elephant
Katharina-von-Bora-Straße 8A
80333 München

0175 3248454
www.mixedmunicharts.de
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Öffnungszeiten
Mo-Fr: 11.00-0.30 Uhr
Sa-So: 9.00-02.00 Uhr
So: 9.00-23.00 Uhr

Electric Elephant

Katharina-von-Bora-Straße 8A, 80333 München, Deutschland

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