Wer in der Gastro-Szene mithalten möchte, muss den Wandel der Zeit mitmachen. Jedes Jahr erwarten die Gastronomen neue Trends, von denen sie sich inspirieren lassen können. Manche Trends sind zwar kurzlebig, doch machen die Branche spannender. Wir verraten dir die Gastronomie Trends, die 2019 prägen sollen. Welcher Trends sich durchsetzen wird, bleibt noch abzuwarten.

1 Foodcourts

Essen soll dieses Jahr die Umgebung aufwerten. Das heißt: Es entstehen sogenannte Foodcourts beispielsweise in Einkaufszentren. In Berlin startete schon das „Kantini“, das von Streetfood inspiriert wurde. Nach einem anstrengenden Shopping Tag können die Besucher von Shopping-Malls nochmal entspannen und leckeres Essen genießen. Das schafft ein abgerundetes Erlebnis.

 

Auch in Frankfurt im Shoppingcenter „MyZeil“ hat im Frühjahr das „Foodtopia“ eröffnet. Hier findet man 15 verschiedene Speisemöglichkeiten. Es ist also für jeden Geschmack etwas dabei.

 

Auch Martkhallen werden dieses Jahr zu trendy Food Markets umfunktioniert. So soll das auch im Zentrumvon Berlin passieren: auf 5500 Quadratmetern können Gäste regionale Lebensmittel erkunden. Aber auch Restaurants mit internationaler und lokaler Ausrichtung sollen in der Halle für Begeisterung sorgen.

 

Dieses Konzept hat auch schon in München im „Eataly“ Einklang gefunden. Original italienische Kost kann hier probiert und gekauft werden.

2 Tickets für den Restaurantbesuch?

Die Digitalisierung ist auch in der Gastronomiebranche angekommen. Um die Planungssicherheit in punkto Auslastung und Umsatz zu erhöhen, gehen derzeit einige Betriebe neue Wege: Zum Beispiel mit dem aus dem Eventbereich schon immer bekannten Vorverkauf. Das bedeutet: Anstatt nach dem Essen im Restaurant zu zahlen, macht man das schon vorab.

Für die Gastronomen hat das natürlich den Vorteil, dass er nicht mehr in Vorkasse gehen muss und auch beim Einkauf besser planen kann.

 

In Hamburg praktiziert das „100/200“ schon das neue Ticketing System. Die verbindliche Buchung senkt die Zahl der berühmtberüchtigten „No-Shows“.

3 Indische Küche 2.0

Die indische Küche in Deutschland hatte einen eher altmodischen Ruf. Das soll sich jetzt ändern. So zeigen Berliner Restaurants wie das Bahadur oder der India Club, beide mit nordindischem Fokus, wie vielfältig und facettenreich die Küche des großen Subkontinents ist. Die Restaurants bieten Streetfood im modernen Indischen Stil an.

 

Die Betreiber werden hierbei kreativ und zeigen eine neue Art der „Domestizierung“. Das bedeutet, dass lokale Zutaten und Speisen mit dem indischen Flair verbunden werden. Das beweist das „Electric Elephant“ in München. Neben Malai Kofta und Butter Chicken gibt es hier auch Weißwürste.

4 Gastronomie von Kultur prägen

Durch Migration entsteht eine große Nachfrage nach kulturspezifischen Gastronomie-Angeboten. Essen aus Persien und einigen Ländern Afrika beeinflusst das gastronomische Angebot von morgen. So werden komplett neue Zielgruppen angesprochen und die Individualgastronomie wächst. Sogar große Ketten fangen an auf kulturspezifische Angebote zu setzen. So sind Hummus und Falafel gerade in so gut wie jedem Restaurant zu finden. Kombiniert werden sie entweder mit den klassichen deutschen Zutaten oder werden etwas „trendiger“ zusammengestellt. So werden gerade Bowls mit Kichererbsen, Humus und Joghurt-Minz-Dip serviert.

5 Pflanzliche Verpackungen

Die Welt hat Plastik den Kampf angesagt. Kein Wunder, wenn man sich die Folgen des Müllverbrauchs des Menschen anschaut: Die Natur und Tierwet leidet unter den Problemen des nicht zersetzbaren Materials. Deswegen sind dieses Jahr planzliche Verpackungen auf den Vormarsch: pflanzenbasierte, kompostierbare Verpackungen ersetzen mehr und mehr Kunststoff-Materialien. Unnötige Verpackungen vermeiden ist dabei der erste Schritt. Immer mehr Restaurantbetriebe bieten keine Strohhalme aus Plastik mehr an. Außerdem bekommen kompostierbare Lebensmittelverpackungen auf Pflanzenbasis Vorrang. Müll, der gar nicht erst entsteht, stellt auch kein Problem dar. Verpackungsmaterial, das aus nachwachsenden Rohstoffen besteht, ist komplett biologisch abbaubar und daher umweltverträglich.

6 Green & Healthy

Das Interesse an vegetarischen Lebensmitteln wächst. Verbraucher und Gäste sind heuzutage sensibel im Umgang mit dem, was sie essen bzw. was sie serviert bekommen. Sie informieren sich verstärkt über die Nahrung, die sie zu sich nehmen. An Bedeutung zugenommen haben vegane und vegetarische Ernährungsweisen, aber auch der Wunsch nach qualitativ hochwertigem Fleisch.

Das neue Gesundheitsbewusstsein verbreitet pflanzenbasierte, zucker- und fettreduzierte oder „free from“-Produkte, die frei von bestimmten Inhaltsstoffen wie Laktose oder Gluten sind. Grüne und gesunde Ernährung ist der neue Lifestyle. Gerade sind warme Smoothies als schnelle Vitaminlieferanten im Kommen. Durch ein attraktives und abwechslungsreiches Angebot mit pflanzenreicher und bedarfsgerechter Kost können Gastronomen von den neuesten Entwicklungen profitieren.

7 Schwarze Sapote

Fitness-Magazine feiern die Kaki-ähnliche Frucht gerade. Der Grund: Ihr Fleisch ist löffelbar, es wird als cremig bis sahnig beschrieben und mit süßem Schokoladenpudding verglichen. Sie enthält dabei deutlich weniger Klorien als Nutella und Co., und zwar nur rund 65 Kalorien pro 100 Gramm. Angebaut wird sie etwa in Guatemala oder den Philippinen. Bislang ist sie hierzulande erst in wenigen Läden zu haben. Ob es die kalorienarme Pudding-Frucht wirklich in die Restaurants und Supermärkte schaffen wird, bleibt abzuwarten.

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