Ein Bauer, ein Koch, ein Winzer: Wenn drei Brüder unter sich den Personalstamm eines Restaurants ausmachen können, warum dann nicht gleich selbst eines eröffnen? Dieser Meinung waren auch Richard, Oliver and Gregory Gladwin. 2012 starteten sie ihr erstes gastronomisches Gemeinschaftsprojekt, zwei Jahre später folgt das zweite Restaurant: Das Rabbit. Das Erfolgsrezept: Britische Tapas, wildes Gemüse und hauseigene Weine.

Im stylischen Chelsea, inmitten der Schönen und Reichen, Luxus und Haute Cuisine, haben sich die Gladwin Brüder mit ihrem Restaurant Rabbit einfach ihren ländlichen Lifestyle in die Metropole geholt. Angelehnt an den Namensgeber, steht Rabbit für Natur, Landleben und Britisches „wild Food“. Dass es rustikal wird im Rabbit, zeigt bereits das Interieur: ein Baum, der 2013 einem Sturm in Nutbourne zum Opfer gefallen ist wird als Design-Objekt inszeniert. Naturbelassenes Holz findet sich im Mobiliar wieder, Upcycling-Deko an den Wänden. Auch in der Küche ist Landleben Programm.

Oliver ist überzeugt, dass „alles, was zusammen wächst auch zusammen gehört“. Deshalb stammt der Großteil der Zutaten von Gregory Gladwins Farm. Besonderheiten vergessenen Gemüsesorten und Urkräutern inklusive. Der Landwirt experimentiert regelmäßig mit alten Samen und Bodenmischungen. Damit möchte er die ursprünglichen Geschmäcker wiederaufleben lassen. Denn diese „lösen Geschmackserlebnisse aus, die auch der beste Sternekoch nie aus unserem geschmacksneutrales Zuchtgemüse zaubern könnte“, so Gregory.

Die kulinarischen Rohdiamanten von Gregorys Farm verwandelt sein Bruder Oliver dann in der Restaurantküche zu Gaumenbrillianten. Der Jungkoch ist immer auf der Suche nach neuen Geschmackskombinationen. Aktuell ist sein ganzer Stolz das Alexanderkraut. Dieses wurde im Mittelalter als Pfefferersatz eingesetzt. Seiner Experimentierfreude kommt das Tapas-Format im Rabbit sehr gelegen: In fünf bis zehn kalten sowie warmen Speisen präsentiert er täglich neu, wie vielfältig die Natur und die „wild food“ Küche sein kann.

Einen ersten Vorgeschmack liefern die Appetithäppchen in Form eines eingelegten Wachteleis mit Selleriesalat, dann Rehtartar mit Liebstöckel oder Pilzpasteten-Eclaire. Hin und wieder findet sich auch der Namensvetter höchstpersönlich im Menü wieder – als Wild-Ravioli oder Ragù. Ein kulinarisches „Muss“ bei einem Besuch im Rabbit ist derzeit die geschmorte Lammschulter mit Salatwrap und Harissa-Joghurt Dip oder auch der warme Oktopus-Salat mit Fenchel und Blutorange. Vegetarier werden großen Gefallen an den Frühlingsgemüse-Pappardelle mit wildem Knoblauchpesto finden. Freunde eines guten Tropfens können sich durch Richards Auslese hauseigener Weine probieren. Das Familien-Weingut in Nutbourne, West Sussex, ist das Steckenpferd des dritten Galdwin-Bruders. Besonders stolz ist der Winzer auf seine deutschen Rebsorten, die er als „effizient in Geschmack und Produktion“ lobt.

Als natürlich und nachhaltig betiteln sich zahlreiche Restaurants. Doch erst hier, wo der Koch selbst den Spaten gegen den Kochlöffel tauscht, Geschmäcker in der Natur findet, Gemüse, Kräuter und Co. von der Saat bis auf den Teller begleitet, zeigt ein Restaurant, wie nah Gastronomie an der Natur sein kann. Richard und Oliver sind sich sicher: „Unser Restaurant nimmt jeden mit in die Wildnis“ – auch wenn es nur für einen kleinen Tapas-Bissen im Rabbit ist.

Info

Rabbit
172 King’s Road
Chelsea SW3 4UP, UK

+442037500172
info@rabbit-restaurant.com
www.rabbit-restaurant.com

Öffnungszeiten
Di-Sa: 12.00-0.00 Uhr
So: 12.00-16.00 Uhr

Rabbit

172 King's Road, Chelsea, London SW3 4UP, Vereinigtes Königreich

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