Fünf Medaillen gewann Felix Neureuther bei Weltmeisterschaften und hat sich damit im deutschen Skisport verewigt. Mit ihm wurde die vierte und letzte Hacker-Pschorr Spezltour für dieses Jahr am vergangenen Freitag zum echten Highlight! Felix im August? Ohne Ski, (fast) ohne Schnee, aber dafür mit ganz viel Lust auf gutes Bier, Garmisch und seine Spezl. Über die verschiedenen Stationen seiner Kindheit, seine Erfolge im Riesenslalom und vieles mehr, durften wir von ihm persönlich hören.

In strömendem Regen und mit ploppenden Bierflaschen starten wir in die Spezltour. Mit dem Bus geht es vom Münchner Osten aus Richtung Süden. An Felix‘ Heimhang, dem Gudiberg am Olympia-Skistadion treffen wir aufeinander. Hier stand Felix das erste Mal auf Skiern und fand so zu seiner Passion, die er später auch zum Beruf machte. Und der Rest ist eben Geschichte.

Felix tut zunächst überrascht, denn er dachte doch tatsächlich, dass Hacker-Pschorr Spezltour bedeutet, dass jeder Teilnehmer ein Kasten Bier in die Hände bekommt, einen Berg hochwandert und wer den Kasten als Erstes leer hat, hat gewonnen. Nein, lieber Felix! So läuft das nicht ganz. An eisgekühltem Bier wurde trotzdem nicht gespart. Ihr merkt, Geschichten und Anekdoten erzählen, das kann Felix. Voller Witz und mit viel Charme – so hängt auch der letzte Spezl an seinen Lippen und der Regen ist komplett vergessen!

Wir lassen das Olympia-Skistadion hinter uns und fahren weiter zu einer ganz besonderen Station in Felix‘ Kindheit: dem Werdenfels-Gymnasium. Hier traf er die Menschen, die heute immer noch einen besonderen Platz in seinem Herzen haben: seine Schulfreunde von früher – nicht die Lehrer wohlgemerkt. Denn Felix blieb wohl durch seine Faxen nicht in guter Erinnerung. Auf der anderen Straßenseite des Gymnasiums liegt übrigens der Lieblings-Spielplatz seiner Tochter Mathilda. Warum? Na, weil man dort ausgezeichnet die Hühner jagen kann, die vom Bauernhof nebenan ausgebüxt sind. Felix ist es eben sehr wichtig, dass seine Tochter nicht umgeben von Technologie aufwächst, sondern umringt von Abenteuer in der realen Welt. Deswegen schrieb er auch zusammen mit Bastian Schweinsteiger ein Kinderbuch. Dieses schenkt er uns Spezln sogar mit einer persönlichen Widmung.

Nach einem großen Schluck Hacker-Pschorr scheucht Felix seiner „Hühner“ – oder eben Spezl – wieder in den Bus – die Zuspitze erwartet uns! Mit der Gondel geht es hoch hinauf, über Wälder, Felder und hinein in den Nebel. Dieser lichtet sich auch oben auf dem Gipfel nicht. Auf der Panorama-Plattform blicken wir in eine graue Wand, die Hand schützend vor den Augen, damit der Schnee – ja, richtig gehört, Schnee im August – nicht ins Gesicht weht. Eigentlich wollten wir ja mit Felix bis ganz hinauf zum Gipfelkreuz. Aber da wir nicht wirklich winterfest und zum Wandern ausgerüstet waren, sparen wir uns das und schauen lieber erfahrenen Bergsteigern beim Erklimmen des Gipfels zu. Laut Felix kraxeln aber nicht nur gut ausgerüstete Wanderer bis hoch zum Gipfelkreuz, sondern auch mutige Touristen in Flipflops.

Wie auch immer – wir sind froh, dass wir das Gipfelkreuz Gipfelkreuz sein lassen und nun im Münchner Haus einkehren. Der Wirt begrüßt uns persönlich und serviert jedem Spezl sein Hacker-Pschorr Wunsch-Bier: Egal ob Helles, Radler oder Weißbier. In urigem Ambiente essen wir duftende, heiße Knödelsuppe und lauschen Felix, wie er aus dem Nähkästchen plaudert.

Das Münchner Haus ist übrigens die höchstgelegenste Hütte des Deutschen Alpenlandvereins auf deutschem Boden. 2.964m macht keiner so schnell nach! Schlafen kann man hier übrigens auch! 36 Plätze gibt es im Matratzenlager. Wenig Komfort, aber trotzdem eben mit allem, was Bergsteiger so brauchen.

Wir nehmen die letzte Gondel hinunter ins Tal, steigen in den Bus und liefern Felix bei seinem Auto am Olympia-Skistadion ab. Rundum war es einfach eine tolle Spezltour, mit viel Witz, Gemütlichkeit und gutem Bier. Und was will man eigentlich mehr?

2019 geht’s übrigens weiter mit den Spezltouren! Wir sind jetzt schon gespannt, welche Teile Bayerns wir dann kennenlernen werden und klar, welcher Spezl uns mit dorthin nimmt!

Also: Prost ihr Spezl wir sehen uns nächstes Jahr!

#hackerpschorr#spezl#spezltour